Endlich ist es wieder hängengeblieben Zeit. Dieses mal die #007 Edition. Keine Sorge, ich verschone euch mit weiteren James Bond Wortspielen. Dafür dürft ihr jetzt mit mir abstimmen, welcher euer Lieblings Bond ist. George Lazenby hat es nicht in die Liste geschafft, Substack begrenzt die Antwortmöglichkeiten und er liefe glaube ich auch eher unter ehrenvoller Erwähnung.
Einer der auf keinen Fall der neue Bond wird, hat auf jeden Fall passend zu diesem Newsletter bekannt gegeben, dass der neue Darsteller fest steht. Gary Oldman hörte so einiges das gemunkelt wird. So soll Jack Lowden auf der Liste stehen. Ob es etwas damit zutun hat, dass er Co-Star bei Slow Horses ist und parallel die neue Staffel auf AppleTV+ gestartete? Ein Aufstieg vom Slow Horse zur Doppelnull wäre auf jeden Fall ein großer Karriere-Schritt.
Nach fünfzig Seiten wollte ich Dabei waren wir uns immer so nah eigentlich schon wieder weglegen. Drei Frauen Anfang dreißig, deren einst selbstverständliche Freundschaft sich unter dem Druck von Baby, Kinderwunsch und Kino-Träumen langsam auseinanderschiebt. Was mich zunächst wütend gemacht hat, war die Offenheit, mit der Jette Kötschau die Gedankenwelt ihrer drei Protagonistinnen ohne Filter zeigt. Genau darin liegt die Stärke des Debüts: ein Blick auf weibliche Innenwelten, den besonders männliche Leser selten so unverstellt bekommen. Am Ende bleibt vor allem ein Bild hängen, ein Tor, durch das man eigentlich nicht schauen wollte und durch das man dann doch nicht mehr wegsehen kann.
Ist es mehr ein gelesen oder ein gehört? Wo würdet ihr ein Hörbuch einsortieren?
Sechs Stunden Autofahrt und ein Hörbuch-Konto, das ich lange nicht angerührt hatte: genug Gelegenheit für einen isländischen Thriller. Blut von Yrsa Sigurdardóttir packt sofort mit drei Geschichten, die zunächst nichts miteinander zu tun haben: eine junge Aushilfsköchin auf einem Fischtrawler, ein kopfloses Skelett in einer Recyclinganlage, ein eskalierender Nachbarschaftsstreit in Grindavík. Am Anfang war mir das fast zu viel, so viele Namen, so viele Stränge auf einmal. Doch Yrsa verknüpft die drei Ebenen so geschickt, dass kleine Details erst im Nachhinein ihre volle Wirkung entfalten. Gelesen wird das Ganze von Dietmar Wunder, dessen Stimmvielfalt die Figuren beinahe greifbar macht. Am Ende saß ich da wie einer der Fische im Netz auf diesem Trawler.
Außerdem habe ich mit Der Trafikant heute ein weiteres von Robert Seethalers Büchern nachgeholt. Die ganze Kritik könnt ihr hier lesen. Wenn ich es ganz kurz zusammenfassen müsste: Coming of Age, während die Nazis Wien übernehmen, und vielleicht näher an unserer Gegenwart, als uns lieb ist. Genau deshalb ist Der Trafikant ein Buch, das wir lesen sollten.
Habt ihr schon mal bei einem Film darüber nachgedacht ob es das alles Wert ist? Also nicht der Film selbst, sondern das was da passiert?
Bei Runner hatte ich viel Spaß im Kino. Leichte Action-Unterhaltung die mich sehr an die Buddy-Komödien der 80er und 90er erinnert hat. Mit Reacher-Star Alan Ritchson und Owen Wilson als Duo hat man hier auch eine gute Kombination dafür gefunden. Eigentlich ist die Story ganz einfacher. Hier muss ein kleines Mädchen gerettet werden, das braucht ein Organ, dieses Organ ist selten, fliegt um die halbe Welt. Wilsons Figur liefert das Organ, Ritchsons Figur liefert Wilson. Doch dann kommt die Frage was so ein Organ Wert ist und los geht das wilde Leben. Nebenbei habe ich mir Gedanken über Sunk Cost gemacht, über Verhältnismäßigkeit und darüber, wie viele Tote ein einzelnes Leben eigentlich wert sein darf. Ein Film, der weiß, dass er kein Meisterwerk ist, und genau deshalb mehr Spaß macht, als er müsste.
Ansonsten bin ich kurz davor wieder tiefer ins Serien-Game einzusteigen. Aktuell läuft noch die letzte Staffel Strange New Words mit der sich Star Trek dann zunächst wieder verabschiedet. Bei Ted Lasso stehe ich kurz vor Ende der dritten Staffeln und kann dann endlich in die neue Staffel einsteigen, in dem er das Frauen Team übernimmt.
Falls ihr noch Lust habt einen Film mit einer ungewöhnlichen Geschichte zu sehen würde ich euch Coyote vs. ACME empfehlen. Zu diesem Film habe ich es leider nicht geschafft eine große Kritik zu schreiben, er wäre es jedoch Wert. Allein die Geschichte ist bereits Meta. Warner Brothers hatte den Film schon komplett fertig und lies in in der Schublade verschwinden, um Steuern zu sparen.
Jetzt wurde der Film verkauft in dem es um ein großes böses Unternehmen geht und entpuppt sich als kleines Meisterwerk mit schwächen, dass jedoch Potenzial zu hat ein Klassiker zu werden.
Der ewig den Road Runner jagende und dabei stets irgendwie vom Pech verfolgte Willy Coyote kommt auf die Idee, dass ACME, die Firma die all seine Gadgets herstellt, vielleicht gar nicht Fair mit ihm spielt. Das Resultat ist ein Cartooniges Gerichtsdrama mit sehr viel Herz, das auch ohne die Nostalgie der Figuren funktionieren würde, doch durch diese ein mehr an Tragweite gewinnt.
Ich liebte es im Kino zu schmunzeln und zu lachen. Jetzt bekomme ich Lust Space Jam und Falsches Spiel mit Roger Rabbit mal wieder zu sehen.
Neben dem ersten Hörbuch, dass ich hier besprochen habe möchte ich euch noch eine Podcast Episode ans Herz legen.
Ist es zu glauben? Ich bin tatsächlich zu Gast in einem Podcast der schon Jahrelang läuft. Und natürlich bin ich hyped, aber alleine schon von dieser Tatsache, doch ich glaube besser könnte es gar nicht passen.
Stephan und Andreas sammeln in ihrem Podcast Mein Lieblingssong nicht nur Lieder, sondern die Geschichten dahinter. Dabei ist das ruhige, angenehme Gespräch eine gute Gelegenheit wieder etwas Menschlichkeit zu sehen. Besonders großartig ist aus meiner Sicht, dass eben nicht nur Prominente in diesem Podcast zu Gast sind und ihre Geschichten erzählen.
Falls ihr meine Episode bereits gehört habt: Die beiden haben einen großen Fundus. 157 Episoden liegen mit meiner jetzt bereit. Eine der ersten die ich gehört habe ist die von Charles Rettinghaus, der über Nino de Angelos “Jenseits von Eden” spricht. Ihr kennt seine Stimme von Jean Claude Van Damme, Jamie Foxx oder auch in einigen Filmen als Robert Downey Jr.
Viele Jahre lag ich Quer mit dem Militär. Wäre ich nicht ausgemustert worden, ich hätte verweigert. Die Erinnerungen an meine Musterung, waren einschneidend. Ein anderer Junge randalierte, sein Traum von der Bundeswehr scheiterte an einer Kleinigkeit. Es war die Endphase bevor der Musterungsprozess ruhte. Jede Kleinigkeit sorgte für eine Ausmusterung, zumindest scheinbar dort, wo ich war. Ich war nach diesem Jungen zum Gespräch geladen, ganz Sensibel versuchte mir der Mann von der Armee zu erklären, dass es bei mir nichts wird. Bis erwähnte, dass ich eh verweigert hätte. Dann hieß es kurz Brief zurückziehen, hier Unterschrift, da Unterschrift, auf wiedersehen.
Heute denke ich, dass Zivil- oder Militärdienst mir eine weitere Perspektive Gegeben hätten. Ich bin mir nicht mal mehr sicher ob ich Verweigert hätte. Das sind jedoch Fragen, vielleicht mal für einen längeren Text.
Wichtig ist, dass ich jetzt immer mehr Menschen aus der Bundeswehr kennen gelernt habe. Und wie mit allem Leben bedeutet Kennenlernen oft verstehen. Die letzte Begegnung hatte ich hier auf Substack mit Uwe Hildenbeutel. Mittlerweile ist er nicht mehr bei der Bundeswehr, stellt sich auf seinem Account jedoch im Rahmen der Militärethik philosophische Fragen und darüber hinaus.
In seinem aktuellen Text stellt er sich die Frage ob der Staat töten darf, um zu retten. Etwas, das wir oft in Filmen gesehen haben und auf deutschem Gebiet zum Glück noch nicht erleben mussten.
Aktuell läuft es hier recht gut bei Das angebrochene Leben. Ich habe die 500 Abo-Marke überschritten. Die ersten Bezahl-Abonnenten ermöglichen mir tatsächlich mit dem Essay-Magazin in Druck zu gehen. Um euch darüber auf dem Laufenden zu halten überlege ich in kürze einen neuen “Zwischenstand” zu schreiben. Bis dahin könnt ihr ja noch mal auf den alten schauen, was es mit Bezahl-Abos und Magazinen hier auf sich hat.
Würde euch in diesem Kontext auch ein tieferer Blick in den Maschinenraum gefallen? Ein paar Zahlen zu Artikel, Abos und Öffnungsraten?
Und falls dir dieser Text was gegeben hat, du aber gerade kein Abo willst:
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