Zwischenstand: was sich gerade alles bewegt
Wie sieht es gerade aus bei Das angebrochene Leben?
Ich habe das Bedürfnis, ein paar Dinge mit euch zu teilen. Welche Rubrik würde sich da besser eignen als “rausgefallen”?
Erstmal freue ich mich, dass wir so viele sind. Am 9. Juli waren es 256 Abonnenten. Seitdem sind noch mehr dazugekommen. Diese angebrochene Gemeinschaft wächst. Als ich am 6. März 2026 meinen Account hier erstellt habe, hätte ich mir das nicht träumen lassen.
Danke dafür. Ich nutze die Gelegenheit auch, um ein paar Gedanken mit euch zu teilen.
Wichtig: Du kannst mir auf jede Newsletter-Mail direkt antworten. Deine Rückmeldung kommt ausschließlich bei mir an.
Du kannst deine Meinung auch öffentlich als Kommentar teilen. Dafür brauchst du einen Account bei Substack. Dazu später mehr.
Was hat sich zuletzt verändert?
Als ich hier angefangen habe, stand nur eines fest: Alle zwei Wochen ein Essay. Der Rhythmus hat sich schnell auf Mittwoch eingespielt. Das ziehe ich seitdem durch.
Am Anfang dachte ich, ich müsste euch mit mehr bei der Stange halten. Da bin ich auf Kritiken gekommen. Aus meiner Vergangenheit lag das nahe, ich habe früher schon Kritiken geschrieben. 25 Stück sind es inzwischen geworden. Die Resonanz war niedriger als bei den Essays. Ich habe daraus geschlossen: Ein kleiner Teil von euch interessiert sich dafür, der Rest nicht. Also kam die Idee für hängengeblieben, den digestiven Newsletter für die Wochen ohne Essay. Keine einzelnen Kritik-Mails mehr.
Der wird jetzt öfter gelesen als die Kritiken vorher. Das Feedback fällt geringer aus. Kritiken selbst wurden vorher von 80 bis 125 Menschen gesehen, jetzt sind es im Schnitt 10 bis 30. Der Newsletter verlinkt auf die Einzelkritiken. Die werden laut Substack nur selten angeklickt.
Das fühlt sich für mich gerade komisch an. Der Vorteil für euch: nur eine Mail pro Woche. Vorher gab es teilweise drei hintereinander, dann lange keine.
Trotzdem will ich die Kritiken nicht verschwinden lassen. Manche von euch lesen sie gern, andere nicht. Beides ist in Ordnung. Ich überlege mir, wie es weiter geht.
Deshalb gibt es jetzt vier Rubriken bei Das angebrochene Leben. Ihr wählt selbst, was ihr bekommt.
angebrochen – die Essays. Alle zwei Wochen, mittwochs um 7 Uhr. Läuft automatisch mit.
hängengeblieben – der Sammel-Newsletter für die Wochen ohne Essay. Läuft automatisch mit.
rausgefallen – Mails in großen Abständen, zu verschiedenen Themen, wie diese hier, auch mal eine Kurzgeschichte. Läuft automatisch mit.
besprochen – die einzelnen Kritiken. Standardmäßig aus. Wer sie will, schaltet sie selbst ein.
abgespielt – die Audio-Essays, gelesen von mir. Standardmäßig aus.
Eure Einstellungen ändert ihr in wenigen Klicks. Im Abo-Manager auf Substack seht ihr alle vier Rubriken einzeln. Dort wählt ihr, was ihr lesen wollt und was nicht.
Und jetzt auch noch Abos?
Das wirkt auf mich auch etwas wie onlyfans und ich glaube um da etwas mit zu verdienen brauchst du viel mehr Reichweite
So sagte es mir ein Freund, als ich ihm die Idee bezahlter Abos vorgetragen habe. Ich halte viel von ihm. Er kennt sich mit Selbstständigkeit aus, hat lange Menschen bei Gründungen unterstützt.
Er hat recht.
Ich werde hier kein Geld verdienen, das meinen Hauptjob ersetzt. Das ist auch nicht mein Ziel.
Ihr bekommt weiterhin alles kostenlos.
Trotzdem biete ich Monats- und Jahresabo an. Und ein Angebrochen-Ultras-Abo, mit dem ihr mich besonders unterstützen könnt. Ich habe eine Vision. Die könnte am Jahresende auf eurem Küchentisch liegen.
Wer wie ich Essays schreibt, hat es schwer. Schwerer als Menschen, die Romane schreiben. Ein Roman findet vielleicht einen Verlag. Mit Essays ist das wie zweimal hintereinander im Lotto gewinnen. Wirtschaftlich verstehe ich das. Trotzdem will ich meine Texte gedruckt sehen. Der wunderbare Mark Scheibe hat mir den Anstoß gegeben. Ich mache daraus ein Magazin, zum Jahresende.
Dafür brauche ich mindestens fünf Jahres-Abos. Damit stehen die Kosten fest und ich kann es drucken lassen. Die Jahrs-Abo Unterstützer bekommen das Magazin im Gegenzug kostenlos. Den Ultras schreibe ich zusätzlich etwas Persönliches hinein.
Ich produziere es einmalig zum Jahresende, als Auflage, von Hand nummeriert. Niedrige Nummern gehen zuerst an die Ultras, dann an die Jahresabos. Ohne die beiden gäbe es das Magazin gar nicht.
Für euch als kostenlose Abonnenten ändert sich wenig. Essays auf der Webseite gehen nach 60 Tagen in ein Archiv. Was ihr per Mail bereits bekommen habt, bleibt für euch für immer erreichbar, in eurem Postfach.
Das Abo gibt es die ersten vier Wochen mit 20 Prozent Rabatt, als Gründungsangebot und als Dankeschön für euer Vertrauen bisher.
Keine Sorge: Es kommen keine Erinnerungs- oder Bettelmails von mir. Wer mich unterstützen will, tut das freiwillig. Ich vermute, auch Substack selbst verschickt keine. Zur Transparenz: Ein Grund für dieses Angebot ist Substack selbst. Die Plattform verdient nur über Bezahlabos. Werbung gibt es hier nicht. Das war einer der Gründe, warum ich mich damals für Substack entschieden habe.
Fest steht: Danke, dass du dabei bleibst, egal ob kostenlos oder nicht. Dein Feedback ist mir viel wert und einer der Gründe, warum ich hier weiterschreibe.
An dieser Stelle danke ich auch Nina Klose. Als gefühlt längste Substack-WG-Mitbewohnerin berätst du die ganze Community beim Einzug. Du empfiehlst mich nicht nur, du stehst mir auch im Austausch zur Seite. Vielen Dank dafür.
Was macht der Mann da auf der Bühne?
In einigen Notes habe ich schon geteilt, dass ich meine Texte auch auf Bühnen lese. Zuerst auf der offenen Bühne im Kulturwerk Rahlstedt. Dann, für mich eine besondere Ehre, in der Motte, im Rahmen der von Textfabrique51 organisierten Lesebühne für die Altonale. Als Hamburger war das ein besonderer Moment.
Wie geht es weiter? Ich habe überlegt, von offenen Bühnen zu Poetry-Slams zu wechseln. Das Fünf-Minuten-Limit dort behagt mir jedoch nicht.
Ich denke gerade darüber nach, im Hamburger Nordosten eine eigene Lesebühne zu gründen und selbst zu moderieren. Ein paar der tollen Hamburger Stäckies, so nennen Lebendig mit Nadi und ich uns seit Wochen auf Substack, könnte ich mit auf die Bühne holen. Bisher gibt es so (offene) Lesebühnen hauptsächlich in Hamburgs Westen. Sobald sich da was ergibt, halte ich euch auf dem Laufenden.
Bis dahin sind zwei Termine geplant: im September wieder in der Motte, im Dezember beim Honey-Slam im Albatros Kaffee.
Für weitere Termine bin ich offen. Auch wenn ich kurz vor beiden Auftritten dachte, ich mache das nie wieder.
Und jetzt?
Ich hoffe, du bleibst dabei. Es liegen noch viele Wochen Texte vor uns.
Drei Dinge würden mich interessieren:
Würdest du auch bleiben, wenn es nur noch die Essays gibt, alle zwei Wochen?
Wie findest du hängengeblieben? Bringt die Rubrik dir etwas oder ist sie für dich überflüssig?
War dir die Möglichkeit, über die Rubriken zu steuern, was du bekommst, schon vor dieser Mail klar?
Antworte einfach auf diese Mail oder schreib einen Kommentar unter dem Text auf Substack. Beides lese ich.
Und wenn du magst: Erzähl jemandem, dass es mich gibt. Über neue Leser freue ich mich immer noch mehr als über Bezahlabos.




Richtig coole Pläne Kay! Wünsche dir nur das Beste! 🤍
Wahnsinn, Kay! Du hast jetzt schon so viel erreicht und deine Pläne klingen wunderbar. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei!