Aktuell geht mir viel durch den Kopf. Dadurch lese ich weniger, als ich mir wünschen würde. Dafür habe ich viele tolle Ideen, es fehlt nur noch die Zeit, sie umzusetzen oder mit euch zu besprechen. Ich freue mich darauf, sie in Kürze, in den Notes mit euch zu teilen! Bis dahin gehen meine Herzen raus an euch.
Viel Spaß mit dieser Ausgabe.
Ich dachte, ich kenne die Hauptfigur aus einer Podcast-Episode von „Geschichten aus der Geschichte". Ich lag falsch. Zum Glück, denn die echte Geschichte von Johannes Kunckel, dem Alchemisten auf der Pfaueninsel, ist mindestens genauso gut. Träume aus Feuer ist kurz, dicht und das nächste Buch, das mich daran erinnert hat, warum ich Florian Illies seit dem Caspar-David-Friedrich-Jahr nicht mehr aus den Augen lasse.
Angefangen habe ich bereits mit Ins fahle Herz des Sommers von Eschbach. Ich bin etwa halb durch und freue mich immer doll, wenn er Lust hat, ein neues Thema zu verarbeiten.
Was war euer erster Eschbach? Bei mir war es Eine Billion Dollar, allerdings als Hörbuch während Autofahrten zwischen Hamburg und Köln. Ich habe die Geschichte und die Art, so über ein Problem nachzudenken, geliebt.
Noch am selben Tag des Erscheinens der Newsletter-Ausgabe 0 habe ich mir Supergirl angeschaut, aber erst Tage später euch die Kritik dazu veröffentlicht. Der Film hat mich ziemlich beschäftigt, so sehr, dass ich aus meinen Gedanken dazu ein Essay geschrieben habe. Könnt ihr erraten, welches Thema mich so gefangen hat? In jedem Fall könnt ihr am nächsten Mittwoch den Grund lesen.
Der Film selbst hat mir sogar besser gefallen, als der Eröffnungsfilm des aktuellen DC-Universums-Reboots, Superman selbst. Einfach schon, weil es endlich nicht darum geht, die Welt, das Universum oder das Multiversum zu retten. Zusätzlich ist die aktuelle Version von Supergirl einfach saucool.
Am heißesten Wochenende des Jahres bisher habe ich Punisher: One Last Kill nachgeholt. Es war nett, Jon Bernthal mal wiederzusehen, doch war das 52-Minuten-Special zu kurz, um mich wirklich endgültig abzuholen. Das Setting, dass jemand an ihm Rache nehmen will, ist dafür jedoch gut gewählt. Es wird weiterhin nicht das letzte Mal sein, dass wir ihn sehen, da er im neuen Spider-Man-Film auftaucht.
Mittlerweile ist der dritte Avatar zum Streamen aufgetaucht. Grund genug, den ersten noch mal zu wiederholen, denn ich war an dieser Stelle ausgestiegen. Die CGI-Schlacht hatte mich dreizehn Jahre nach dem ersten Teil nicht mehr gereizt. Mal sehen, was sie können.
Ein Internet-Mythos, der plötzlich zehn Millionen Dollar Budget hat: Backrooms macht aus einer 4chan-Legende einen waschechten Kinofilm. Und was macht Kane Parsons, der Typ, der das Ganze als Teenager auf YouTube angefangen hat, daraus? Ich musste dabei immerzu an Cube denken. Warum, erfährst du in der vollen Rezension.
In der Serienabteilung haben meine Partnerin und ich OnlyMargo auf AppleTV+ angefangen. Ich habe das Gefühl, dass die Geschichte der jungen Mutter in Geldnöten meine erste Serienkritik hier werden könnte, möchte daher nicht zu viel verraten. Außer, dass ich enttäuscht bin, dass der unfassbar gute Titel Margo Got Money Troubles nicht einfach übersetzt wurde. Die Romanvorlage von Rufi Thorpe ist im Ecco Verlag, der ausschließlich Frauen verlegt, erschienen. Ein echter Glücksgriff für das erst 2021 gegründete Label. Sollte sich das Buch aufgrund der Serie gut verkaufen, könnte es die eine oder andere Debütantin unterstützen, denn auch das ist ein erklärtes Ziel vom Ecco Verlag.
Hier bei Substack gibt es jede Menge Menschen, die richtige kleine Meisterwerke erzählen.
Ungefähr zu der Zeit, als ich hier angefangen habe, hat Simon Brunner angefangen, einen interaktiven Webroman mit dem Titel Der stumme Kaiser zu veröffentlichen. Das macht er seitdem jede Woche wie ein Uhrwerk. Ich war ganz überrascht, dass wir bereits bei Kapitel 16 sind!
Die Fantasy-Geschichte um Rorobert und seine skurrile Gruppe aus Abenteuern macht auf jeden Fall Spaß und steht fest auf meiner Leseliste.
Wer es in meinen Notes gesehen hat, weiß, dass Simon auch spricht. Vielleicht schaffen wir es irgendwann, wenn er genug vom Der stumme Kaiser hat, zu einem Hörspiel? Komplett mit Sprechern hier aus Substack realisiert, was meint ihr?
Falls ihr von am Beginn einsteigen wollt, geht es hier los:
Eine Zusammenfassung und den Link auf das aktuelle Kapitel 16 findet ihr hier:
Was war noch? Ach ja, Deutschland ist aus der Weltmeisterschaft im Herrenfußball gegen einen Gegner ausgeschieden, der zwar unterklassig war, sein Ergebnis jedoch erstklassig feiert. Paraguay hat den Tag nach dem Achtelfinaleinzug zu einem arbeitsfreien Feiertag erhoben.
Ich kann dem Nationalmannschaftsfußball nur schwer etwas abgewinnen, Testspiele und Nations League halte ich für unerträglich. Da hat auch Trumps Intervention bei der Roten Karte des US-amerikanischen Spielers nicht geholfen die FIFA besser zu finden.
Beim FC St. Pauli kann ich es jedoch kaum aushalten und verfolge manchmal sogar die oft unspektakulären Testspiele vor Ort oder auf YouTube. Schon ist klar, wo mein Herz hängt. Insofern war es mir ein Fest, die WM-Fahrer des Vereins in drei Ländern zu begleiten (Australien, Bosnien-Herzegowina, Schweden), auch wenn sie inzwischen auch alle das Turnier verlassen haben. Ich habe gehört, dass Trump den Pokal am Ende übergeben wird. Vielleicht ist das ein Ausstiegsgrund gewesen?
Ach übrigens, nächstes Jahr ist die Weltmeisterschaft im Frauenfußball, bist du dabei? Ikkimel hat in ihrem denkwürdigen MoMa-Auftritt mit ihrem Titel für Verwirrung gesorgt, zum Abschied jedoch noch freundlich auf die Frauen-WM hingewiesen. Der Öffi-Redakteur der Ikkimel an der Zielgruppe vorbei eingeladen hat, wird von mir genauso gefeiert wie Ikkimel selbst. Sie muss doch bei der Einladung super irritiert gewesen sein und ist trotzdem hingegangen. Das ist zwar nicht meine Musik, die Aktion fand ich jedoch herrlich. Alten weißen Männern die Fußball gut finden per Rap-Text erklären, dass sie sie scheiße findet und das vor Millionen Publikum? Läuft einfach und hat sicherlich ihr Profil geschärft.
Das war es für diese Woche. Nächste Woche kommt der angekündigte Essay. Bis dahin stöbert doch gerne im Essay-Archiv, da warten viele Texte darauf von euch entdeckt zu werden.
Restacks sind Substacks’ Version von Mundpropaganda.
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