Meiner Erfahrung nach legt das Storytelling in der japanischen Literatur einen etwas anderen Fokus als in westlicher Literatur. Das kann dazu führen, dass das Pacing deutlich langsamer empfunden wird. Ich kann mir vorstellen, dass das bei einem Thriller, von dem man normalerweise ein sehr hohes Tempo erwartet, sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Interessant. Welchen Fokus haben denn japanische Erzähler? Ich habe neulich eine japanisch-österreichische Schriftstellerin gelesen und ja: der Stil ist anders, aber ich könnte den Fokus nicht beschreiben. 🤔
Magst du mir den Fokus ein wenig genauer beschreiben? 🙏
Ich habe den Eindruck, dass die emotionale und psychologische Charakterentwicklung stärker gewichtet wird bzw. mehr Raum einnimmt. Es wird sich mehr Zeit genommen, die Figuren in ihrem Alltag zu zeigen und wie sie sich entwickeln. Der Plot ordnet sich der Charakterentwicklung eher unter als andersherum. Ich finde, Butter von Asako Yuzuki ist ein gutes Beispiel dafür. Die Akzeptanz der Protagonistin ihres eigenen Körpers entgegen der gesellschaftlichen Norm spielt an Ende eine viel größere Rolle als der Kriminalfall, der den Plot treibt.
Meiner Erfahrung nach legt das Storytelling in der japanischen Literatur einen etwas anderen Fokus als in westlicher Literatur. Das kann dazu führen, dass das Pacing deutlich langsamer empfunden wird. Ich kann mir vorstellen, dass das bei einem Thriller, von dem man normalerweise ein sehr hohes Tempo erwartet, sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Interessant. Welchen Fokus haben denn japanische Erzähler? Ich habe neulich eine japanisch-österreichische Schriftstellerin gelesen und ja: der Stil ist anders, aber ich könnte den Fokus nicht beschreiben. 🤔
Magst du mir den Fokus ein wenig genauer beschreiben? 🙏
Ich habe den Eindruck, dass die emotionale und psychologische Charakterentwicklung stärker gewichtet wird bzw. mehr Raum einnimmt. Es wird sich mehr Zeit genommen, die Figuren in ihrem Alltag zu zeigen und wie sie sich entwickeln. Der Plot ordnet sich der Charakterentwicklung eher unter als andersherum. Ich finde, Butter von Asako Yuzuki ist ein gutes Beispiel dafür. Die Akzeptanz der Protagonistin ihres eigenen Körpers entgegen der gesellschaftlichen Norm spielt an Ende eine viel größere Rolle als der Kriminalfall, der den Plot treibt.
Gut zu wissen! Dann wird es daran liegen.
Ist tatsächlich mein zweiter Thriller aus Japan, der zweite war aber deutlich jünger.
Ansonsten habe ich einfach nur wunderschöne Geschichten gelesen, wie "Die Erinnerungfotografen”