Eine spannende und atmosphärisch dichte Geschichte! Identitätsverlust und Machtkonstrukte als leitende Motive 👌👌
Das Motiv des „Demiurgen“ und die Anspielung auf die Gnosis haben mir sehr gut gefallen. Die Idee, dass „Vergessen“ als Befreiung verkauft wird, während es in Wahrheit die ultimative Form der Kontrolle darstellt, erinnert mich stark an die Methoden der Diskurs- und Narrativkontrolle, wie man sie leider gerade im Populismus beobachten kann.
Passend dazu ist die Wahl der Namen eine gelungene Umkehrung der biblischen Paulus-Erleuchtung. Hier führt das gleißende Licht nicht zur Erkenntnis, sondern in die Blindheit des Vergessens.
Die bittere Ironie, dass Paul womöglich der Architekt seines eigenen Gefängnisses war, um „Macht zu stellen“, ist eine passende Parabel darüber, wie die Gier nach Macht die eigene Persönlichkeit aushöhlt, um sie schließlich ganz zu verschlingen.
Die Bilder dazu sind auch stark, sie greifen die Atmosphäre eindringlich auf.
Ich habe tatsächlich beim Lesen deines Kommentars ein bisschen Gänsehaut bekommen!
Würde ich deinen Kommentar woanders lesen, müsste ich jetzt unbedingt den Text lesen. Als hätte ich gerade die Zeit aufgeschlagen und würde eine Rezension im Feuilleton lesen.
Danke für die Gedanken, die du dir gemacht hast :)
Das klingt, als gäbe es bald eine Fortsetzung 😉 Ich bin auch ein bisschen über das show don't tell gestolpert, aber daran kann man sich echt die Zähne ausbeißen.
Das ist echt deine erste Kurzgeschichte? Chapeau - finde ich schon extrem stark.
Diese Welt, Perdita ist insgesamt sehr gnostisch verankert. Ich vermute mal bewusst ... naja, jetzt kenne ich mich da nicht gut genug aus, um das durchdringend zu analysieren. Aber der Demiurg als "falsche Gottheit" ist spannend.
Bleibt die Frage - was ist die wahre Erkenntnis - oder die wahre "Freiheit"? Die bleibt bestehen ... der gibt es eine Fortsetzung, wo darauf eingegangen wird?
Fühlt sich an, wie ein kleiner Ritterschlag von dir :)
Immerhin hast du genug gewusst oder herausgefunden, um das Gnostische zu erkennen! Ich mag diese Fragen, Ebenen.
Nun es ist meine erste veröffentlichte Geschichte. Ich hab einen unfassbar großen Ordner voller Anfänge. Die schreibe ich gerne, verliere dann oft den Faden oder die Disziplin. Vermutlich fühlt sich das deswegen jetzt auch wieder an, wie ein Anfang. Wobei mir das gerade auch gefällt, jeder kann die Geschichte im Kopf selbst weiter denken… mal sehen ob ich das in euren Köpfen mal ersetze durch Worte aus meinem.
Ich bewundere auf jeden Fall Menschen wie dich und @Simon Brunner die mit solcher Regelmäßigkeit Geschichten mit richtigen Enden raushauen :) Mein Hauptthema bleiben, glaube ich weiter die Essays.
Naja, also die Begriffe waren schon gut zuzuordnen ... wobei es erst beim Begriff des "Demiurgen" geklingelt hat :-)
Also wenn ich dir einen (kleinen) Tipp geben darf - die "Beschreibung" der Welt durch ... Cloe glaub ich, heißt sie, wäre mir jetzt ein bisschen zu ausführlich. Da wird viel erklärt, was man (vielleicht) genauso gut hätte "zeigen" können.
Das ist halt dieses viel bemühte "Show don't tell" (dem ich mich nicht immer beuge ;-) .. was aber viel ausmacht.
Das ist ein sehr gelungener Auftakt für eine längere Geschichte finde ich! Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig, wie es weiter geht ;)
Es klingt auf jeden Fall sehr mysteriös und es werden viele Dinge angedeutet, die man später bestimmt nochmal besser versteht. Ich hoffe, du schreibst noch eine Fortsetzung :)
Das einzige worüber ich gestolpert bin ist gleich im zweiten Absatz:
'„Das sind nur Rückkopplungen …“, sagte er' - hier bezieht sich das 'er' auf den Mann, der später als Taro vorgestellt wird; das ist jedoch etwas verwirrend, da man als Leser bisher nur dem POV von Elias gefolgt ist.
Abgesehen davon finde ich die Geschichte aber auch sprachlich sehr gelungen; ich finde du hast Talent und ich bin wie gesagt sehr neugierig auf eine Fortsetzung ;)
Es tut mir leid, ich wollte dir nicht zu nahe treten oder deine Arbeit abwerten. Mein Kommentar war wohl etwas voreilig.
Mit "Default-Name" meinte ich nur, dass KI-Programme (wie GROK-Storryteller ) in Beispielen extrem oft Name wie "Elias" wählen, wenn sie deutsche Texte generieren. Deshalb war das für mich ein (fälschliches) Indiz.
Ich akzeptiere aber vollkommen, dass ich mich geirrt habe. Es war keine böse Absicht, sondern eher eine (vielleicht zu kritische) Beobachtung der aktuellen KI-Trends. Sorry nochmal!
Du hast mir viele Verben und Adjektive in Erinnerung gerufen, die ich unbedingt mal wieder benutzen muss, Kay! Schöner Text :-)
Eine spannende und atmosphärisch dichte Geschichte! Identitätsverlust und Machtkonstrukte als leitende Motive 👌👌
Das Motiv des „Demiurgen“ und die Anspielung auf die Gnosis haben mir sehr gut gefallen. Die Idee, dass „Vergessen“ als Befreiung verkauft wird, während es in Wahrheit die ultimative Form der Kontrolle darstellt, erinnert mich stark an die Methoden der Diskurs- und Narrativkontrolle, wie man sie leider gerade im Populismus beobachten kann.
Passend dazu ist die Wahl der Namen eine gelungene Umkehrung der biblischen Paulus-Erleuchtung. Hier führt das gleißende Licht nicht zur Erkenntnis, sondern in die Blindheit des Vergessens.
Die bittere Ironie, dass Paul womöglich der Architekt seines eigenen Gefängnisses war, um „Macht zu stellen“, ist eine passende Parabel darüber, wie die Gier nach Macht die eigene Persönlichkeit aushöhlt, um sie schließlich ganz zu verschlingen.
Die Bilder dazu sind auch stark, sie greifen die Atmosphäre eindringlich auf.
Gratulation, was für ein gelungenes Debüt. 👏
Ich habe tatsächlich beim Lesen deines Kommentars ein bisschen Gänsehaut bekommen!
Würde ich deinen Kommentar woanders lesen, müsste ich jetzt unbedingt den Text lesen. Als hätte ich gerade die Zeit aufgeschlagen und würde eine Rezension im Feuilleton lesen.
Danke für die Gedanken, die du dir gemacht hast :)
Oh vielen Dank, was für ein schönes Kompliment! Deine Geschichte hat mich nachhaltig zum Nachdenken gebracht. 😊
Das klingt, als gäbe es bald eine Fortsetzung 😉 Ich bin auch ein bisschen über das show don't tell gestolpert, aber daran kann man sich echt die Zähne ausbeißen.
Ein bisschen Welpenschutz Lark 😂
Freut mich das es dir genug gefällt zum Fortsetzung-lesen-wollen
🫂
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Das ist echt deine erste Kurzgeschichte? Chapeau - finde ich schon extrem stark.
Diese Welt, Perdita ist insgesamt sehr gnostisch verankert. Ich vermute mal bewusst ... naja, jetzt kenne ich mich da nicht gut genug aus, um das durchdringend zu analysieren. Aber der Demiurg als "falsche Gottheit" ist spannend.
Bleibt die Frage - was ist die wahre Erkenntnis - oder die wahre "Freiheit"? Die bleibt bestehen ... der gibt es eine Fortsetzung, wo darauf eingegangen wird?
Fühlt sich an, wie ein kleiner Ritterschlag von dir :)
Immerhin hast du genug gewusst oder herausgefunden, um das Gnostische zu erkennen! Ich mag diese Fragen, Ebenen.
Nun es ist meine erste veröffentlichte Geschichte. Ich hab einen unfassbar großen Ordner voller Anfänge. Die schreibe ich gerne, verliere dann oft den Faden oder die Disziplin. Vermutlich fühlt sich das deswegen jetzt auch wieder an, wie ein Anfang. Wobei mir das gerade auch gefällt, jeder kann die Geschichte im Kopf selbst weiter denken… mal sehen ob ich das in euren Köpfen mal ersetze durch Worte aus meinem.
Ich bewundere auf jeden Fall Menschen wie dich und @Simon Brunner die mit solcher Regelmäßigkeit Geschichten mit richtigen Enden raushauen :) Mein Hauptthema bleiben, glaube ich weiter die Essays.
Naja, also die Begriffe waren schon gut zuzuordnen ... wobei es erst beim Begriff des "Demiurgen" geklingelt hat :-)
Also wenn ich dir einen (kleinen) Tipp geben darf - die "Beschreibung" der Welt durch ... Cloe glaub ich, heißt sie, wäre mir jetzt ein bisschen zu ausführlich. Da wird viel erklärt, was man (vielleicht) genauso gut hätte "zeigen" können.
Das ist halt dieses viel bemühte "Show don't tell" (dem ich mich nicht immer beuge ;-) .. was aber viel ausmacht.
Also wirklich nur als ganz kleine Anmerkung!
Das ist ein sehr gelungener Auftakt für eine längere Geschichte finde ich! Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig, wie es weiter geht ;)
Es klingt auf jeden Fall sehr mysteriös und es werden viele Dinge angedeutet, die man später bestimmt nochmal besser versteht. Ich hoffe, du schreibst noch eine Fortsetzung :)
Das einzige worüber ich gestolpert bin ist gleich im zweiten Absatz:
'„Das sind nur Rückkopplungen …“, sagte er' - hier bezieht sich das 'er' auf den Mann, der später als Taro vorgestellt wird; das ist jedoch etwas verwirrend, da man als Leser bisher nur dem POV von Elias gefolgt ist.
Abgesehen davon finde ich die Geschichte aber auch sprachlich sehr gelungen; ich finde du hast Talent und ich bin wie gesagt sehr neugierig auf eine Fortsetzung ;)
Es tut mir leid, ich wollte dir nicht zu nahe treten oder deine Arbeit abwerten. Mein Kommentar war wohl etwas voreilig.
Mit "Default-Name" meinte ich nur, dass KI-Programme (wie GROK-Storryteller ) in Beispielen extrem oft Name wie "Elias" wählen, wenn sie deutsche Texte generieren. Deshalb war das für mich ein (fälschliches) Indiz.
Ich akzeptiere aber vollkommen, dass ich mich geirrt habe. Es war keine böse Absicht, sondern eher eine (vielleicht zu kritische) Beobachtung der aktuellen KI-Trends. Sorry nochmal!
Ich denke das ist KI generiertes TXT. Warum? ELIAS ist „Default-Name“
Da muss ich dich enttäuschen. Und finde das als öffentliche Behauptung ehrlich gesagt mit so einer dünnen Begründung mehr als frech.
Ich verstehe allerdings deine Erklärung mit „Default-Name“ nicht.