14 Kommentare
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Avatar von Claudia

Ich finde es immer wieder erschreckend, was wir Menschen mit so scheinbar kleinen, gedankenlosen Bewertungen bei anderen auslösen können. Ein einziger Satz wie „das war das Schlimmste, was ich je gehört habe“ kann reichen, damit jemand jahrelang aufhört zu singen, zu tanzen oder sich überhaupt noch auszuprobieren.

Und wie oft übernehmen wir genau solche Aussagen als Wahrheit: Ich kann nicht singen, ich kann nicht tanzen, ich kann nicht kochen, ich kann nicht dies, ich kann nicht das. Dabei sind das oft nur alte Bewertungen von außen, die wir irgendwann zu unseren eigenen Glaubenssätzen gemacht haben.

Es ist so schade, wie viel Lebensfreude dadurch verloren geht. Gerade bei Hobbys geht es doch nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, Freude zu haben. Wenn ich tanze und vielleicht nicht perfekt im Takt bin, aber glücklich dabei bin, dann ist doch genau das der Sinn.

Wir nehmen das Leben oft viel zu ernst und uns selbst gleich mit. Wie schön wäre es, wenn wir uns und anderen mehr Leichtigkeit erlauben würden.

Umso schöner, dass diese Geschichte am Ende doch wieder zurück zur Freude führt – und zum Singen.

Avatar von Kay Puppa
Apr 25Bearbeitet

Leichtigkeit erlauben und ein bisschen mehr Teflon.

Wir ermächtigen die Stimme. Wie du schreibst, es muss nicht alles perfekt sein um seine Berechtigung im Leben zu haben.

Avatar von Claudia

Als ich den Text das erste Mal lesen durfte, hatte er einen anderen, nicht so positiven Abschluss.

Ich freue mich ungemein, dass es nicht ein in Stein gemeißeltes Ende war, sondern sich mit der Zeit weiterentwickeln konnte und vor allem, dass du dir deine Singstimme zurückholst.

Avatar von Anna Koschinski

Es ist so schade, was solche Worte anrichten... Ich habe auch immer wieder Schreibende im Coaching, die (zB in der Schule) völlig verunsichert wurden und bis ins Erwachsenenleben hinein glauben, sie könnten nicht schreiben. So schade!

Avatar von Kay Puppa

Das stimmt. Ich glaube (bei mir zumindest) es hat immer auch ein wenig mit uns selbst zutun… eine kritische Stimme… es war eben eine die ich zu dem Zeitpunkt wichtiger genommen habe, als sie hätte sein dürfen

Avatar von Anna Koschinski

Ja klar hängt es auch damit zusammen, was gerade sonst noch so los ist, wenn wir so eine Reaktion bekommen, was verstärkt. Aber letztlich ist die Kommunikation der anderen Seite unangebracht und unachtsam. Sprache ist mächtig, leider lernen die meisten nicht, wie sie mit dieser Macht gut umgehen können.

Avatar von Lark Milan

Immer wieder interessant, was andere Menschen mit ihrer Gedankenlosigkeit bei anderen auslösen. Danke für den privaten Einblick in dein Leben 💜

Avatar von Melanie Osterried

Oh, da hab ich jetzt richtig mitgefiebert. Verrückt, was ein einzelner Satz/ eine Situation mit uns anrichten kann. Schön, dass du wieder singst!

Avatar von Kay Puppa

Danke Melanie :)

schön, dass es dir gefällt

Avatar von Michaela Richter

Was war denn bitte mit diesem Vater los? Das sagt natürlich so viel mehr über ihn als über dich aus. Als Kind wirkt das Urteil eines Erwachsenes so viel stärker. Jetzt sind wir selbst in diesem Alter und wissen, dass man nach wie vor nichts verstanden hat und mehr mit sich selbst als anderen beschäftigt ist.

Wie können wir denn die nächste Generation darin stärken, ihr Selbstwertgefühl nicht an solche Einzelbewertungen zu hängen?

Avatar von Kay Puppa

Ich glaube, dass es eine Kombination von zwei Dingen ist. Wir sollten weiter besser werden Feedback zu geben statt Kritik zu äußern und uns unserer Macht bewusst sein.

Zum anderen etwas, dass du ansprichst. Einzelkritik nicht überbewerten müssen und gut einordnen können. Mir darf nicht alles egal sein, was andere sagen. Doch ich muss es einordnen können.

Wir müssen jemanden nicht die Freude am Kochen nehmen, nur weil wir die Person nicht in der Sterneküche sehen.

Danke dass du dir Zeit für den Post genommen hast :)

Avatar von Michaela Richter

Ich freu mich, dass du zum Singen zurück gefunden hast!

Avatar von Winnie

Die Macht der Worte kann soviel anrichten, positiv und negativ.

Viele Menschen schaffen es nicht, sich von der Last einer gedankenlosen Bemerkung wieder frei zu machen.

Sing‘ so oft du kannst. Singen tut so gut.

Avatar von Itspigzy

Klasse Text. Und ich kann es so sehr nachempfinden. Als Kind habe ich im chor gesungen und eigentlich überall wo ich stand und ging. Als Teen wurde mir dann öfter gesagt ich nerve, ich soll aufhören zu singen. Und das tat ich. Nun mit fast 40 bin ich in einer Rockband, auf meiner Arbeit. Es macht mir unglaublich viel spaß und es baut so viel stress in mir ab. Aber beim Sommerfest haben wir unseren 1. Auftritt und ich bin jetzt schon so nervös und klein mit Hut. Obwohl ich Lob bekomme, sind es doch die Menschen, die mir sagen sie mögen es nicht so, in mir viel lauter, obwohl sie die Minderheit sind. Ob das jemals aufhört?