Wegwerfgesellschaft, aber nie bei Freunden? Ein Essay über das leise Verglimmen von Freundschaften und die seltenen Momente, in denen man laut Schluss macht.
Sehr gut und reflektiert geschrieben. Natürlich kenne ich das auch, aber ich möchte lieber von einer positiven Freundschaft sprechen. Ich pflege eine Freundschaft mit 4 anderen Frauen, wir sind seit der Grundschule befreundet, bis zur Ausbildung waren wir fast jeden Tag zusammen. Danach verstreute es sich. 2 gingen studieren, eine machte ihre Ausbildung 2 Std entfernt. Heute sind wir in ganz Deutschland verteilt, aber dieses Gefühl der Nähe und Zuneigung ist immer noch wie früher. Ich liebe sie, wir sind von den Charakteren, komplett verschieden, aber die Liebe ist da. Auch wenn man nur 2-4 mal im Jahr telefoniert oder sich einmal im Jahr trifft. Wenn was ist sind wir immer für einander da🥰🥰🥰
Manchmal muss man sich von Menschen trennen, die nicht gut für einen selbst sind.
Vielleicht möchte man nicht auf den Weg geraten, auf dem sich der andere schon befindet. Dazu gehört wieder viel Kraft und Klarheit darüber, wie man selbst sein will, was man selbst für sich akzeptieren möchte. Dafür braucht man Rückgrat.
So schön und bittersüß. Ich kenne diese Gedanken auch und auch wenn es keine leichten Gespräche sind, würde ich sagen, dass es für beide Seiten gut ist, eine klare Trennung zu vollführen. So gibt es keine Missverständnisse und beide können damit abschließen.
In "Scherben" hatte ich ja ein ähnliches Thema, nur dass ich bei dieser Freundschaft noch genug Resthoffnung habe. Ich frage mich, woran man den Zeitpunkt erkennt, an dem dieses Gespräch geführt werden will.
Was ich auch noch sagen wollte. Ich glaube mit den Freundschaften. Also, dass sie kommen und gehen. Dass manche länger bestehen bleiben oder manche nach längerer Pause wieder auch aktiviert werden. Das ist wahrscheinlich ganz normal in dieser menschlichen Erfahrung, die wir machen.
Nur man wünscht sich halt auch wenn man einen guten Freund hat das alles so bleibt wie immer. Aber das Leben verändert sich ja permanent und so auch wir 🫶🏻
Also in den letzten Wochen wurde einmal bewusst und ehrlich mit mir Schluss gemacht. (Also eine gute, langjährige Freundin). Spannenderweise habe ich mich danach befreit gefühlt und vor wenigen Tagen musste ich einer Freundin sagen, dass unser Weg so nicht weiter gehen kann. Ich hab geweint und war und bin nach wie vor traurig, aber es ging nicht anders. Ich hätte und habe alles an ihr akzeptiert (politische Einstellung, dass sie in einer Affäre ist… obwohl es für mich ein NO-GO ist…. Das alles ist für mich persönlich kein Grund jmd die Freundschaft zu kündigen, weil es nichts mit mir zu tun und ich weiß, dass die Person unabhängig von allem, was mir vielleicht da nicht gefällt eine tolle Person ist).
Wenn es aber so ist, dass ich persönlich anfange mich nur noch nach dieser Person zu richten (zeitlich) und dann doch immer wieder vergessen, versetzt oder vertröstet werde, dann schau ich mir das eine Weile an, kommuniziere es, aber wenn es sich nicht ändern kann (was ich ja nicht vorwerfen will, weil sie ist halt, wie sie ist) muss man halt andere Wege gehen. Ich habe ihr schlussendlich auch noch eine lange E-Mail geschrieben und ihr erklärt sie bleibt immer in meinem Herzen. Sie ist mir immer wichtig. Ich werde auch immer an sie denken. Aber dass ich unter diesen Umständen einfach nicht so weitermachen konnte, weil ich mich selbst halt verraten habe und fast verloren. Und es war also keine Entscheidung gegen sie, sondern eine Entscheidung für mich.
Musste schmunzeln als ich deinen Artikel las Kay 😉weil er so passend kam. Danke dafür! 🙏🏻
Danke für den tollen Text! Ich habe selbst auch schon mehrere Freundschaftstrennungen erlebt, die mich nachhaltig geprägt haben und teilweise bis heute beschäftigen. Generell finde ich, dass viel über das Ende romantischer Beziehungen gesprochen und geschrieben wird, aber viel zu wenig darüber, wie schmerzhaft und prägend auch das Ende einer Freundschaft sein kann🤝
Sehr gut und reflektiert geschrieben. Natürlich kenne ich das auch, aber ich möchte lieber von einer positiven Freundschaft sprechen. Ich pflege eine Freundschaft mit 4 anderen Frauen, wir sind seit der Grundschule befreundet, bis zur Ausbildung waren wir fast jeden Tag zusammen. Danach verstreute es sich. 2 gingen studieren, eine machte ihre Ausbildung 2 Std entfernt. Heute sind wir in ganz Deutschland verteilt, aber dieses Gefühl der Nähe und Zuneigung ist immer noch wie früher. Ich liebe sie, wir sind von den Charakteren, komplett verschieden, aber die Liebe ist da. Auch wenn man nur 2-4 mal im Jahr telefoniert oder sich einmal im Jahr trifft. Wenn was ist sind wir immer für einander da🥰🥰🥰
Das freut mich sehr für dich!
Ich habe beides erlebt. In “Abwesende Freunde” ging es ja auch um diese Freunde die man schon immer hat, nur zwischendurch mal weniger.
Deine Kategorie scheint noch Dauerhafter zu klingen :)
Manchmal muss man sich von Menschen trennen, die nicht gut für einen selbst sind.
Vielleicht möchte man nicht auf den Weg geraten, auf dem sich der andere schon befindet. Dazu gehört wieder viel Kraft und Klarheit darüber, wie man selbst sein will, was man selbst für sich akzeptieren möchte. Dafür braucht man Rückgrat.
So schön und bittersüß. Ich kenne diese Gedanken auch und auch wenn es keine leichten Gespräche sind, würde ich sagen, dass es für beide Seiten gut ist, eine klare Trennung zu vollführen. So gibt es keine Missverständnisse und beide können damit abschließen.
In "Scherben" hatte ich ja ein ähnliches Thema, nur dass ich bei dieser Freundschaft noch genug Resthoffnung habe. Ich frage mich, woran man den Zeitpunkt erkennt, an dem dieses Gespräch geführt werden will.
Was ich auch noch sagen wollte. Ich glaube mit den Freundschaften. Also, dass sie kommen und gehen. Dass manche länger bestehen bleiben oder manche nach längerer Pause wieder auch aktiviert werden. Das ist wahrscheinlich ganz normal in dieser menschlichen Erfahrung, die wir machen.
Nur man wünscht sich halt auch wenn man einen guten Freund hat das alles so bleibt wie immer. Aber das Leben verändert sich ja permanent und so auch wir 🫶🏻
Danke das du beides teilst Jen!
Schade, dass es bei dir gerade frisch ist.
Das mit den reaktivierten Freundschaften kenne ich auch. Da hatte ich in „Abwesende Freunde“ drüber geschrieben :)
Danke für deine Worte Kay.
Oh, ob ich den Artikel von dir schon kenne weiß ich gar nicht, schau ich später mal.
Dir einen tollen Tag. ☀️
Also in den letzten Wochen wurde einmal bewusst und ehrlich mit mir Schluss gemacht. (Also eine gute, langjährige Freundin). Spannenderweise habe ich mich danach befreit gefühlt und vor wenigen Tagen musste ich einer Freundin sagen, dass unser Weg so nicht weiter gehen kann. Ich hab geweint und war und bin nach wie vor traurig, aber es ging nicht anders. Ich hätte und habe alles an ihr akzeptiert (politische Einstellung, dass sie in einer Affäre ist… obwohl es für mich ein NO-GO ist…. Das alles ist für mich persönlich kein Grund jmd die Freundschaft zu kündigen, weil es nichts mit mir zu tun und ich weiß, dass die Person unabhängig von allem, was mir vielleicht da nicht gefällt eine tolle Person ist).
Wenn es aber so ist, dass ich persönlich anfange mich nur noch nach dieser Person zu richten (zeitlich) und dann doch immer wieder vergessen, versetzt oder vertröstet werde, dann schau ich mir das eine Weile an, kommuniziere es, aber wenn es sich nicht ändern kann (was ich ja nicht vorwerfen will, weil sie ist halt, wie sie ist) muss man halt andere Wege gehen. Ich habe ihr schlussendlich auch noch eine lange E-Mail geschrieben und ihr erklärt sie bleibt immer in meinem Herzen. Sie ist mir immer wichtig. Ich werde auch immer an sie denken. Aber dass ich unter diesen Umständen einfach nicht so weitermachen konnte, weil ich mich selbst halt verraten habe und fast verloren. Und es war also keine Entscheidung gegen sie, sondern eine Entscheidung für mich.
Musste schmunzeln als ich deinen Artikel las Kay 😉weil er so passend kam. Danke dafür! 🙏🏻
Danke für den tollen Text! Ich habe selbst auch schon mehrere Freundschaftstrennungen erlebt, die mich nachhaltig geprägt haben und teilweise bis heute beschäftigen. Generell finde ich, dass viel über das Ende romantischer Beziehungen gesprochen und geschrieben wird, aber viel zu wenig darüber, wie schmerzhaft und prägend auch das Ende einer Freundschaft sein kann🤝
ich find den Text ganz schön, relatable und nahbar, Kay! Danke :-)