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Avatar von Winnie

Dein Essay ist mir unter die Haut gegangen. Ja, gerade Eltern sind so selbstverständlich immer da, dass man sich kaum vorstellen kann, wie es anders wäre. Vor sehr vielen Jahren habe ich einen Film gesehen, der Titel fällt mir nicht mehr ein, in dem zwei Kinder durch einen Unfall ihre Eltern verlieren. Auf der Beerdigung sagt eines der beiden unter Tränen „uns hat keiner gesagt, dass Eltern auch sterben können!“ Über diesen Satz habe ich schon oft nachgedacht. Eltern sollten unkaputtbar sein. Kann man sein Kind auf einen Verlust vorbereiten, wenn es keinen Grund dafür gibt? Der Augenblick in dem einem klar wird, dass die Eltern auch sterben können, ist beängstigend. Ich empfand es als Verlust, bevor der überhaupt eingetreten war.

Eltern oder andere Menschen, die mir nahe stehen, können jederzeit aus meinem Leben verschwinden, wie auch immer. Wenn mich diese Situation nicht berühren würde, wären mir diese Menschen doch egal. Im Grunde wird einem klar, dass das Leben nicht unendlich ist und Kinder dürfen das gerne erst spät lernen um ihr Urvertrauen so lange wie möglich zu behalten.

Ich freue mich schon auf dein nächstes Essay.

Avatar von The Pink Lemon

Lieber Kay, deine Worte haben mich sehr berührt. Das ist ein sehr persönliches und emotionales Thema, das - wie ich finde- schwer in Worte zu fassen ist. Du hast das allerdings wirklich wundervoll beschrieben und findest dabei die genau richtigen Worte. Ich finde mich in deinen Worten wieder. Vielen Dank, dass du das mit uns teilst. 💗

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