Glen Powell ist gefühlt schon eine Ewigkeit in Hollywoods Filmlandschaft zu sehen. Mit How To Make A Killing lockt er mich ein weiteres Mal als Hauptrolle ins Kino. Offensichtlich hat der Trailer mich und ungefähr 10 andere Menschen überzeugen können, die Vorstellung am Nachmittag zu besuchen. Immerhin wurde die Story mit ausreichend Witz und Charme erzählt, um uns neugierig zu machen. Es muss halt nicht immer der Kracher auf Kurs in die IMDb-Top 100 Liste sein. Hier geht es um einen unterhaltsamen Kinonachmittag mit einem sympathischen Schlitzohr, das sich ein paar Familienmitglieder entledigt.
Die Story, die uns dafür den Rahmen gibt, ist nicht wirklich neu. Die Mutter von Becket stammt aus einer reichen Familie. Als sie sich jedoch in einen Cellisten verliebt und von diesem auch noch schwanger wird, gibt es für den Familienvater nur eine Lösung. Das Kind kommt weg oder eben du. Doch nur weil Becket und seine Mutter aus der Familie ausgegrenzt werden, heißt es noch lange nicht, dass sie auch vom Erbe ausgeschlossen sind. Es ist festgelegt, dass immer der älteste Erbe der Redfollows Zugriff auf das Geld der Stiftung und damit auf allen Besitz der Familie erhält.
Was jetzt folgt, ist wenig überraschend, denn nun erzählt uns Becket seine Geschichte im Zehn kleine Jägermeister Stil und ein Verwandter nach dem anderen muss das Feld räumen. Leider war der Film nicht so bissig-lustig, wie ich es mir erhofft hatte. Selbst die paar Menschen, die mit mir in der Nachmittagsvorstellung saßen und bereits die Trailer unfassbar komisch fanden, konnten lediglich an ein paar Stellen lachen. Ich will damit nicht sagen, dass der Film langweilig war, die Zeit im Kino war durchaus kurzweilig, doch waren wir hauptsächlich im Schmunzel-Segment unterwegs. Positiv fällt mal wieder Jessica Henwick auf, die den meisten eher aus den Netflix-Marvel-Serien als Coleen bekannt sein dürfte. Es war schön, sie wieder mal in einem besseren Film zu sehen. How to Make A Killing unterhält dich an einem regnerischen Nachmittag, wird jedoch nie ein Film sein, der dich als Geheimtipp ins Kino lockt. Das und die Masse an Kinogängern, die mit mir im Kino saß, lassen mich auf einen Film schließen, der eher später im Streaming sein Publikum findet, ohne explizit dafür gemacht zu sein.




Genau so ging es mir auch. Ich hatte auch das Gefühl, dass er mehr Potential hatte, aber an manchen Stellen eben seine Chancen nicht genutzt hat. Ich habe dem Film bei Letterboxd 2,5 von 5 Sterne gegeben - kein Totalausfall, aber auch viel Luft nach oben. Nette Unterhaltung halt.