Am Sonntagnachmittag war das Wetter mal wieder trübe in Hamburg. Ein Glück waren wir mit einer alten Freundin verabredet, die auch gerne Kinofilme mag. Da diese eine passionierte O-Ton Guckerin ist, ging es ab ins Abaton. Sie wünschte sich The Drama und der Streifen mit Zendaya und Robert Pattinson stand ohnehin noch auf meiner Watchlist.
Sowohl Plakate als auch Trailer lösten gemischte Gefühle in mir aus. Passen die beiden überhaupt als Paar? Kommt hier eine High-End RomCom? Zendaya taucht, nicht zu Unrecht, in gefühlt jedem zweiten Film auf. Doch mein heimlicher Star hier ist Pattinson. Seit ich ihn an der Seite von Willem Dafoe in Der Leuchtturm gesehen hatte, war er auf meinem Radar als guter Schauspieler. Die Twilight-Reihe hatte ich zum Glück ausgelassen, sodass ich kein Glitzer sehe, wenn ich ihn ansehe. Das hilft bei Das Drama definitiv.
Charlie und Emma wollen heiraten. In Das Drama lernen wir sie mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen kennen. Natürlich wird es eine Hochzeit, wie wir sie aus dem amerikanischen Kino gewohnt sind. Insofern ist viel vorzubereiten. Eine Woche vor der Hochzeit wird mit den Brautzeugen, einem befreundeten Ehepaar, ein Probeessen veranstaltet. Und während die letzten Speisen ausgewählt werden, fließt der Alkohol. In der nun lockeren Runde kommt es zur Frage, die jetzt konstruiert klingt, sich aber im Film beiläufig und authentisch ergeben hat: Was ist das Schlimmste, das du je getan hast? In der Folge entfaltet sich das wahre Drama.
Ohne die Sache hier konkret zu benennen, entfaltet sich der Film jetzt um die Frage, wer wir sind. Was verändert das Wissen über einen anderen Menschen, wie wir zu diesem stehen? Besonders, wenn das, was wir erfahren, Jahre her ist? Ab wann hat unsere Vergangenheit nichts mehr mit der Person zu tun, die wir heute sind? Worin verlieben wir uns überhaupt? In den Menschen? In die Idee, die wir von ihm haben?
Zendaya und Robert Pattinson haben es geschafft, dass wir diese Fragen alle mitdurchleben. Selten hatte ich ein so starkes Gefühl dafür, wie sich die Chemie, die Dynamik zweier Darsteller zueinander über den Verlauf ändert.
Dies ist definitiv einer der Gründe, aus denen Das Drama es geschafft hat, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Kaum hatte der Vorspann eingesetzt, wurden wir von einer ruhigen Masse zu einem wild brabbelnden Haufen. Jeder hatte Redebedarf, und das ist das Beste, was ein Film wie dieser sich erhoffen kann. Auch unsere kleine Dreiergruppe hatte Bedarf zum Austausch. Ich liebe es, wenn ein Film so etwas in einem auslöst.




Kommt auch direkt auf meine Watchlist, klingt gut! 😃
Also der Film war Mega fand ich, er brachte mich zum nachdenken - da man den Menschen ja wirklich nur vor den Kopf gucken kann - auf der anderen Seite fand ich den Humor so grandios, das ich zwischendurch auch Tränen lachend im Kino saß! Super Film ☺️