<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Das angebrochene Leben: angebrochen]]></title><description><![CDATA[Essays über die Dinge, über die man eigentlich nicht schreibt, aber eigentlich sollte. 
Aus dem Alltag eines Nobody, der ein Everybody ist. Vielleicht findest du dich darin wieder.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/s/angebrochen</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BqlC!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fc5ab2e76-fcdc-47b7-aaab-6ed1361407a3_1254x1254.png</url><title>Das angebrochene Leben: angebrochen</title><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/s/angebrochen</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Sat, 19 Sep 2026 07:55:11 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://www.dasangebrocheneleben.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Kay Puppa]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[kay@dasangebrocheneleben.de]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[kay@dasangebrocheneleben.de]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Kay Puppa]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Kay Puppa]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[kay@dasangebrocheneleben.de]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[kay@dasangebrocheneleben.de]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Kay Puppa]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Be A Mensch]]></title><description><![CDATA[Eine T&#252;r im j&#252;dischen Viertel von Prag, drei Worte darauf &#8211; und die Frage, wo Meinung aufh&#246;rt und das Leugnen von Fakten beginnt.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/be-a-mensch-meinungsfreiheit-grenzen-fakten-sind-keine-meinung</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/be-a-mensch-meinungsfreiheit-grenzen-fakten-sind-keine-meinung</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 04:34:13 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/8c0faae4-c896-453d-ae03-2829078230a2_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe mich einem inneren Konflikt ausgesetzt. Schon immer. St&#228;rker noch, seit ich online selbst meine Texte ver&#246;ffentliche und dabei auch auf Menschen treffe, die meinen Wertekanon, mein Weltbild nicht teilen. Nat&#252;rlich bin ich mir klar, dass meine Meinung nicht die einzig richtige ist. Zu diesem Konflikt geh&#246;rt jedoch auch: Wo f&#228;ngt eine Meinung an und wo ist es das Leugnen von Fakten?</p><p>Auch auf dieser Plattform, auf der ich diesen Newsletter ver&#246;ffentliche, begegne ich Menschen, die mich an meine Grenze bringen. Meistens tauchen diese in Situationen auf, in denen ich nicht mit ihnen rechne, wohl, wie es den Anschein hat, doch rechnen m&#252;sste. Etwa unter einem Kommentar von mir, in dem ich bedauere, dass die Wahlprognosen einer blauen Partei leider sehr hoch sind. Dann geht es in zwei Kommentaren dieser Person von &#8222;Ich wei&#223; als ungeimpfte Person w&#228;hrend Corona, wie sich die Juden gef&#252;hlt haben m&#252;ssen, als ich im Caf&#233; keinen Einlass bekam&#8220; zu &#8222;Es sollte von der Meinungsfreiheit gedeckt sein, zu sagen, dass der Holocaust nicht existiert&#8220;. </p><p>Beide Kommentare dieser Person waren Aufs&#228;tze, ein Blocktext, keine Abs&#228;tze, vielleicht eine, vielleicht zwei DIN-A4-Seiten lang. Neben der Tatsache, wie unsinnig es wirkt, sich erst mit der Shoah und den Ereignissen, die dorthin f&#252;hrten, zu vergleichen, um dann auf meine Antwort damit zu kommen, dass es dieses Ereignis gar nicht gab&nbsp;&#8211; das l&#228;sst mich ratlos zur&#252;ck.</p><p>Wer wir sind, beurteilt sich f&#252;r mich stets daran, wie wir uns in Bezug auf andere Menschen verhalten. Denn dies sollte im besten Fall reflektieren, wie wir uns selbst sehen und f&#252;r welche Werte wir stehen wollen. Seit ich das vierte Jahrzehnt vollendet habe, frage ich mich noch mehr denn je: </p><div class="callout-block" data-callout="true"><p style="text-align: center;">Was bedeutet es, ein guter Mensch zu sein?</p></div><p>Wenn ich dazu meine Gedanken kreisen lasse, komme ich an einer Erinnerung nicht vorbei. Wir waren letztes Jahr auf der R&#252;ckreise aus Slowenien f&#252;r zwei N&#228;chte in Prag, das ist jetzt schon eine ganze Weile her. In diesen wunderbaren sp&#228;ten Sommertagen erkundeten wir die Altstadt und dabei auch das j&#252;dische Viertel. Wie immer, wenn wir in einer fremden Stadt sind, schlendern wir auch eine Zeit lang ziellos durch Gassen fernab der Hauptstra&#223;en. Doch pl&#246;tzlich blieb ich stehen. Das passiert mir, wenn ich etwas sehe, das mein Gehirn kurz aus dem Tritt bringt, etwas, das auf den ersten Blick nicht zusammenpasst. In diesem Fall war es eine T&#252;r. Das Besondere an dieser T&#252;r? </p><p>Sie befindet sich in Prag in Tschechien. Auf ihr steht ein kurzer englischer Satz mit einem deutschen Wort. Drei Dinge, die mein Urlaubsgehirn nicht im Sachzusammenhang erwartet hatte.</p><p>Die Einwanderungs- und vor allem Fluchtwellen von Menschen aus Deutschland und Menschen j&#252;dischen Glaubens in die USA haben dort einige Worte in den englisch-amerikanischen Sprachgebrauch einsickern lassen. &#8222;Kindergarten&#8220; und &#8222;Zeitgeist&#8220; sind dort gebr&#228;uchliche Worte. Einige Worte haben auch eine Transformation vom Deutschen &#252;ber das Jiddische ins Englische gefunden &#8211; &#8222;Glitch&#8220; ist so ein Beispiel. Aber das Wort <strong>Mensch</strong>?</p><p>Tats&#228;chlich &#252;bersetzt sich der Begriff <em>Mensch</em> aus dem Jiddischen als eine Person von Ehre und Integrit&#228;t. Der j&#252;disch-amerikanische Schriftsteller und Kulturchronist Leo Rosten hat es so ausgedr&#252;ckt<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a>:</p><blockquote><p>someone to admire and emulate, someone of noble character. The key to being &#8216;a real mensch&#8217; is nothing less than character, rectitude, dignity, a sense of what is right, responsible, decorous</p></blockquote><blockquote><p>Jemand, den man bewundert und sich zum Vorbild nimmt &#8211; ein Mensch von edlem Charakter. Entscheidend daf&#252;r, ein &#8218;echter Mensch&#8216; (im Sinne von Menschsein) zu sein, ist vor allem Charakter: Aufrichtigkeit, W&#252;rde, ein klares Gesp&#252;r f&#252;r das Richtige, Verantwortungsbewusstsein und Anstand.</p></blockquote><p>&#8222;Be A Mensch&#8220; also. Drei kurze Worte. Eine Aufforderung. Ein Wertekompass.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg" width="1456" height="1040" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1040,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:991717,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/198950183?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GEGY!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F52b910d4-734c-47ee-a331-437421f847f8_2048x1463.jpeg 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Foto einer Haust&#252;r im j&#252;dischen Viertel von Prag. Aufgenommen von meiner Partnerin, August 2025.</figcaption></figure></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p>Ich lese die Erkl&#228;rung der Phrase und erkenne mich wieder. Rosten schrieb diese Definition 1968. Viele der Charakterz&#252;ge, die er aufschreibt, sind das Ger&#252;st f&#252;r meine Werte, f&#252;r mein Weltbild. Sie wirken auf mich wie unumst&#246;&#223;liche Grundfeiler, auf die man eine Welt aufbauen kann und sollte.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png" width="500" height="36" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/f06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:90,&quot;width&quot;:1250,&quot;resizeWidth&quot;:500,&quot;bytes&quot;:70892,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/198950183?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7NCd!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff06267d0-ccb7-4229-a0e7-fef95ff5e3fc_1250x90.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div></div></div></a></figure></div><p>Doch auf welchen Pfeilern steht die Welt wirklich, sechzig Jahre nach Rosten?</p><p>Die Konversation oben ist leider kein Einzelfall. Immer wieder h&#246;re ich von Bekannten und Freunden von solchen Fundst&#252;cken. &#220;berwiegend, jedoch nicht nur, im Internet. Die Hemmschwelle scheint niedriger, wenn das Gegen&#252;ber weit weg an einem unbekannten Ort zu sein scheint. Und immer wieder w&#228;hnen sich die Autoren solcher Texte und Kommentare im Schutze der Meinungsfreiheit. Politiker und Prominente machen es im Gro&#223;en und im Kleinen vor. Wird mit Fakten widersprochen, schallt einem als erstes der Ruf nach eben dieser Meinungsfreiheit und dass sie in Gefahr w&#228;re, entgegen. </p><p>Leider verstehen viele Menschen nicht, was wirklich Meinungsfreiheit bedeutet. Sie ist eben nicht grenzenlos. Mir dr&#228;ngt sich der Eindruck auf, es w&#228;re zu viel verlangt, &#252;ber den ersten Absatz von Artikel 5 des Grundgesetzes<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-2" href="#footnote-2" target="_self">2</a> hinaus zu lesen.</p><blockquote><p>Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der pers&#246;nlichen Ehre.</p></blockquote><p>Okay, pers&#246;nliche Ehre ist ein wenig altbacken. Sehen wir uns einen Text im Nachbarland Frankreich an. Dort wurde es in der Erkl&#228;rung der Freiheits- und Menschenrechte etwas frischer und einfacher beschrieben und das bereits 1789<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-3" href="#footnote-3" target="_self">3</a>:</p><blockquote><p>Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet.</p></blockquote><p>Hass, Rassismus, Hetze, aber auch blo&#223;e Desinformation durch das Verdrehen von Fakten&nbsp;&#8211; die schaden eindeutig anderen und unserer Gesellschaft.</p><p>Was also habe ich getan, als ich bemerkte, dass die Diskussion nicht weiterf&#252;hrt? Ich habe das getan, was ein guter Mensch in der Offline-Welt getan h&#228;tte. Ich habe das Gespr&#228;ch beendet, denn ich habe gemerkt, immer wenn ich mit einem Fakt oder einem logischen Argument kam, habe ich damit eine neue, noch verr&#252;cktere Antwort provoziert. Damit habe ich dieser Person eine Plattform und Sichtbarkeit gegeben, die sie ohne die Diskussion nicht h&#228;tte. Ich habe sie gemeldet. Doch sie ist noch da, denn wir sind hier auf einer Plattform au&#223;erhalb unseres eigenen Landes.</p><p>Also tue ich das, was ich aus meiner Sicht tun muss. Unter meinen Posts und Notes l&#246;sche ich solche Texte. Das Entziehen der Plattform ist keine Zensur im Sinne des Grundgesetzes, es ist kein Canceln. Wie zuvor festgestellt, wird hier eindeutig und bewusst Schaden an der Gesellschaft verursacht. Das tut ein <em><strong>Mensch</strong></em> in dem hier aufgebauten Wertekanon nicht.</p><p>Das Entziehen der Plattform ist Hygiene, keine Zensur.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png" width="500" height="36" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/f4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:90,&quot;width&quot;:1250,&quot;resizeWidth&quot;:500,&quot;bytes&quot;:81035,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/198950183?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3y3r!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4bffb35-1cd8-4b84-8d13-33c50c7dc35e_1250x90.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div></div></div></a></figure></div><p>Warum spreche ich dar&#252;ber in einem Text, &#252;ber dem der Titel &#8220;Be a Mensch&#8221; steht?</p><p>Weil das Menschsein im Sinne von Rosten&#8217;s Definition ein Ideal ist, nach dem ich streben will, und ich hoffe, dass dem auch andere Menschen folgen wollen. Weil ich glaube, dass wir als Gesellschaft wieder mehr Aufrichtigkeit und &#252;berhaupt Gesp&#252;r f&#252;r das, was richtig ist, entwickeln m&#252;ssen. </p><p>Und das &#228;u&#223;ert sich zuerst in den Dingen, die wir sagen. Fakten sind keine Meinung. Das ist keine Meinungsdiktatur, es ist Ausdruck von dem, dass dort eine Wahrheit ist. Eine, die sich messen und belegen l&#228;sst. Sie ist einfach da und sie geht nicht weg. </p><p>Deine Meinung, wie du mit diesem Fakt umgehst, wird gesch&#252;tzt vom Recht der freien Meinungs&#228;u&#223;erung, das Leugnen dieses Faktes jedoch nicht. Mensch-Sein im Rosten&#8217;schen Sinne schlie&#223;t ein, dass man die Wahrheit nicht nur erkennt, sondern auch benennt. Auch wenn dazu manchmal geh&#246;rt, dem Gegenteil eine Plattform zu nehmen.</p><div class="pullquote"><p>Restacks sind Substacks Version von Mundpropaganda.<br>Kennst du jemanden, der genau diesen Text lesen sollte? </p><p>Sag es ihr &#8211; oder restacke es einfach.</p></div><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Sei ein Mensch. Oder erst mal Abonnent, das geht auch gleichzeitig.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mensch">Eintrag zu Mensch in der Wikipedia</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-2" href="#footnote-anchor-2" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">2</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Artikel&nbsp;5 Grundgesetz bei deJure.org</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-3" href="#footnote-anchor-3" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">3</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://falschzitate.blogspot.com/2021/07/die-freiheit-besteht-darin-dass-man.html">Artikel 4 der Franz. Freiheitsrechte, oft falsch zitiert</a></p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ich schaue dir gerne dabei zu]]></title><description><![CDATA[Am Caf&#233;-Tisch, Blick zur Stra&#223;e &#8211; schweigen wir, oder beobachten wir l&#228;ngst etwas ganz anderes?]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ich-schaue-dir-gerne-dabei-zu-warum-wir-menschen-gerne-beobachten</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ich-schaue-dir-gerne-dabei-zu-warum-wir-menschen-gerne-beobachten</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 04:58:17 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn in Hamburg die Sonne scheint, ist es unerheblich, ob es Fr&#252;hjahr, Herbst, Winter oder wie jetzt Sommer ist. Alle Menschen str&#246;men nach drau&#223;en. Wir Hamburger flanieren dann durch die Stadtteile, entlang der Fl&#252;sse, oder sind, temperaturunabh&#228;ngig, an den Au&#223;entischen der zahlreichen Caf&#233;s zu finden. Meine Partnerin und ich sind da keine Ausnahme. Wir sind zwar als Paar keine Early-Birds, doch ein genussvolles Fr&#252;hst&#252;ck in einem Caf&#233; f&#252;hlt sich, besonders mit der Sonne im Gesicht, wie der perfekte Start in das Wochenende an.</p><p>Manchmal verbinden wir das mit einem kleinen Spaziergang. Angekommen an unserem Ziel freuen wir uns, wenn wir einen der begehrten Tische ergattern k&#246;nnen, wie Honigkuchenpferde. Fast automatisch setzen wir uns dann nebeneinander, mit Blick zur Stra&#223;e. Das passiert uns immer wieder. Haben wir uns als Paar nichts mehr zu sagen?</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg" width="1200" height="630" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/cdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:630,&quot;width&quot;:1200,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:479166,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/207130991?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xFfN!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf85085-b7d6-41d6-95b2-269adf83ed8c_1200x630.jpeg 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Auch wenn wir gut miteinander schweigen k&#246;nnen, treibt uns etwas anderes auf diese Pl&#228;tze. Wir wollen sehen, wer alles die Stra&#223;e entlangkommt. W&#228;hrend wir reden, sind unsere Blicke stets in die Ferne gerichtet. Immer gibt es etwas zu entdecken. Wie das Paar, dort hinten auf der Treppe. Er h&#228;lt verkrampft das Smartphone, w&#228;hrend sie verschiedene Posen macht. Der Mann mit der vollen T&#252;te, der durch die Stra&#223;e rennt, als w&#228;ren Menschen Slalomstangen, die es zu umrennen gilt. Ein Kind f&#228;llt ohne Grund zu Boden und weint aus Frust. Die Mutter dreht sich w&#228;hrenddessen schulterzuckend um und setzt ihren Weg fort, sie will ihm keine B&#252;hne geben. </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png" width="500" height="36" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/cd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:90,&quot;width&quot;:1250,&quot;resizeWidth&quot;:500,&quot;bytes&quot;:76068,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/207130991?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZGoa!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcd0069cc-0a71-4314-b3de-b5dad56106ba_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"></picture><div></div></div></a></figure></div><p>So wie hier ist es &#252;berall auf der Welt, st&#228;ndig passiert etwas, in jedem Moment. Noch nie war es f&#252;r uns Menschen so leicht uns einander zuzuschauen, wie es jetzt ist. Und es ist kein Wunder, dass wir Technologie genau daf&#252;r nutzen. Immerhin wird uns das Beobachten in die Wiege gelegt.</p><p>Die ersten Dinge in unserem Leben, lernen wir dadurch, dass wir spiegeln. Wir schauen zu und ahmen nach. Sp&#228;testens, seit ich einen Sommer mit Freunden auf einem Bauernhof Ferien gemacht habe, wei&#223; ich das. Ich sollte auf das Kleinkind des Bauern aufpassen. Sein Sohn war gerade alt genug, um auf dem Bobbycar zu sitzen, und es machte mir Spa&#223;, w&#228;hrend dieser wild am Lenkrad drehte, selbst tiefe <em>Brrrm-Brrrm-</em>Ger&#228;usche zu machen. Als ich sp&#228;ter am Tag wieder an Mutter und Kind vorbei kam, h&#246;rte ich dieses Ger&#228;usch, die Lippen vibrierten und der Junge hatte sichtlich Spa&#223;. Die Mutter hingegen sah mich durchdringend an und kommentierte: &#8222;Das ist neu.&#8220;</p><p>Das gibt es auch im Tierreich, etwa wenn ich morgens beim Spazieren &#252;ber eine Wiese den Vogel h&#246;re, der eine Alarmanlage imitiert, um potenzielle Partner anzulocken.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png" width="500" height="36" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:90,&quot;width&quot;:1250,&quot;resizeWidth&quot;:500,&quot;bytes&quot;:81035,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/207130991?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FnHo!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F992d7e68-31b1-4df3-a1e9-947acf000f77_1250x90.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div></div></div></a></figure></div><p>Das nennt sich Lernen am Modell oder auch soziales Lernen. Wir Menschen erhalten diese F&#228;higkeit etwa im zweiten Lebensjahr, wenn wir uns unserer selbst und aller unserer K&#246;rperteile bewusst werden. Du kannst nicht nachmachen, die Zunge herauszustrecken, wenn dir gar nicht klar ist, dass du eine Zunge hast. Wir lernen also durch Spiegeln und durch unsere eigenen Fehler, zum Beispiel wenn wir unsere Zunge verbrennen, weil das Essen noch zu hei&#223; ist. Obwohl ich das manchmal bei mir infrage stelle.</p><blockquote><p>Aber niemand muss sich von einem Auto &#252;berfahren lassen, um zu lernen, dass man nicht vor ein Auto l&#228;uft.</p></blockquote><p>So formuliert es Markus Paulus, denn wir m&#252;ssen nicht nur eigene Fehler machen. Wir k&#246;nnen auch durch Abschauen Verhaltensweisen &#252;bernehmen, die uns Fehler ersparen, etwa wenn wir uns von unseren Eltern abschauen, nach links und rechts zu sehen, bevor wir &#252;ber die Stra&#223;e gehen.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a></p><p>Spiegeln ist ein derart elementares Bild, dass auch eine andere wissenschaftliche Entdeckung in unserem Gehirn danach benannt ist. Unser Puls steigt, sogar bei Situationen, die wir nicht selbst erleben. Dabei ist es unerheblich, ob du einen Horrorfilm siehst und nicht wei&#223;t, was die Figur hinter der n&#228;chsten Ecke erlebt, oder ob deine Mannschaft einen wichtigen Elfmeter schie&#223;en muss, um das Spiel zu gewinnen. Immer wenn wir eine Situation miterleben, arbeiten in unserem Gehirn die sogenannten Spiegelneuronen. Die Wissenschaftlerin Tania Singer hat herausgefunden, dass beim Zusehen, wenn eine geliebte Person Schmerzen empfindet, bei uns die gleichen Hirnareale aktiv werden, als w&#252;rden wir den Schmerz selbst sp&#252;ren. Menschen, so empathisch, dass es weh tut.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-2" href="#footnote-2" target="_self">2</a></p><p>Zusehen ist somit nicht nur Lernen, es ist auch Mitf&#252;hlen, doch selbst das reicht nicht als Erkl&#228;rung. Leon Festinger stellte bereits 1954 die Theorie des sozialen Vergleichs auf<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-3" href="#footnote-3" target="_self">3</a>. Demnach haben wir Menschen ein Bed&#252;rfnis, uns ein realistisches Bild von uns selbst zu machen. Doch daf&#252;r gibt es keinen objektiven Ma&#223;stab. Wenn du also siehst, dass jemand gerade seine Kleidung ausmistet und damit wieder die Kontrolle &#252;ber den eigenen Kleiderschrank gewinnt, k&#246;nnte das in dir ausl&#246;sen, dass du auch ordentlicher sein willst. Ordentlich zu sein, ist pl&#246;tzlich dein Ma&#223;stab, weil jemand anderes vormacht, was du selbst schon lange wolltest, aber irgendetwas anderes immer wichtiger war. Dein Selbstbild ger&#228;t ins Wanken und jetzt willst du das ausgleichen.</p><p>Das kann schnell ins Negative kippen. Das deutsche Wort Schadenfreude trifft es so gut, dass es in den Sprachgebrauch von anderen Sprachen wie Englisch und Franz&#246;sisch &#252;bergegangen ist. L&#228;nder, die sonst eher Worte zu uns exportieren. Die Annahme, dass Schadenfreude etwas Typisch Deutsches ist, ist allerdings falsch. Das Konzept ist f&#252;r Menschen universell und in vielen anderen Sprachen gibt es eigene Worte daf&#252;r. Wir schauen also nicht nur zu, um zu vergleichen, sondern auch, um uns durch das Scheitern anderer besser zu f&#252;hlen. Oft wird auch vom <em>Guilty Pleasure</em> gesprochen, etwa wenn du dir TV-Formate ansiehst, die mit ihrem Namen, Reality TV, den Anschein von Authentizit&#228;t erzeugen und dir dabei das Gef&#252;hl vermitteln, selbst so viel besser zu sein. Im Begriff selbst schwingt bereits die Scham mit, das Wissen, dass wir aus Schadenfreude zusehen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png" width="500" height="36" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:90,&quot;width&quot;:1250,&quot;resizeWidth&quot;:500,&quot;bytes&quot;:70892,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/207130991?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!an4w!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fab9c5807-7f45-4c10-a9c7-62b6fa69088e_1250x90.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div></div></div></a></figure></div><p>Bin ich, wenn ich morgens im Caf&#233; sitze, einer, der aus Schadenfreude zusieht? Oder gar ein Gaffer, der die Sensation sucht? Ich behaupte: Nein. Meine Freude am Zusehen kommt ohne Urteil, nur mit Neugierde daher. Ich kenne die Leute nicht. Sie sind mir nicht nah genug, um ihnen empathisch nachzuf&#252;hlen. Ich erhebe mich nicht &#252;ber sie. Vielleicht schon in wenigen Stunden hetze ich selbst durch die G&#228;nge aus Menschen, bis dahin werde ich den Mann mit den T&#252;ten bereits vergessen haben.</p><p>Ich beobachte, um zu beobachten, nicht aus Sensationslust. Ich bin ein Flaneur. W&#228;hrend ich selbst sehe, bin ich zugleich der Gesehene. Ich bemerke den gesenkten Blick am Nachbartisch, das Smartphone in der Hand, den Daumen im Swipe in Dauerschleife. Kaum ein Video wird lange betrachtet. Wie automatisch greife ich zum eigenen Smartphone. Doch w&#228;hrend das Display aufleuchtet, lege ich es auf halber Strecke wieder auf den Tisch, umgedreht. Die Fu&#223;g&#228;ngerzone l&#228;uft schlie&#223;lich weiter, ganz von allein, ich muss nur hinsehen. Und vielleicht hat einer der Passanten den fl&#252;chtigen Gedanken, ob das Paar, das gerade die Getr&#228;nke bekommt, keine Themen mehr hat.</p><div class="pullquote"><p>Restacks sind Substacks Version von Mundpropaganda.<br>Wenn dir das eigene Zusehen dabei zum ersten Mal aufgefallen ist: stups die Person neben dir an, zeig mit dem Finger &#8211; oder restacke es einfach.</p></div><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Kostenlos zusehen, ganz ohne schlechtes Gewissen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p>&#8220;<a href="https://www.dasgehirn.info/handeln/lernen/total-sozial">Gut abgeschaut ist halb gelernt</a>&#8221; von Franziska Badenschier</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-2" href="#footnote-anchor-2" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">2</a><div class="footnote-content"><p>Quelle: Singer, T. et al. (2004). Empathy for pain involves the affective but not sensory components of pain. Science, 303(5661), S. 1157&#8211;1162.</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-3" href="#footnote-anchor-3" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">3</a><div class="footnote-content"><p><em>Festinger, L. (1954). A Theory of Social Comparison Processes. Human Relations, 7(2), S. 117&#8211;140.</em></p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Es legte sich Dunkelheit über die Welt]]></title><description><![CDATA[Warum f&#252;rchteten sich Menschen jahrhundertelang vor der Sonnenfinsternis, obwohl sie nur Minuten dauert &#8211; und wovor f&#252;rchten wir uns heute?]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/es-legte-sich-dunkelheit-ueber-die-welt-sonnenfinsternis-angst-informationsflut-breaking-news</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/es-legte-sich-dunkelheit-ueber-die-welt-sonnenfinsternis-angst-informationsflut-breaking-news</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 04:54:20 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!nJeO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F57938da2-d6fe-4fab-8c12-8ff9c187ddf7_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!nJeO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F57938da2-d6fe-4fab-8c12-8ff9c187ddf7_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!nJeO!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F57938da2-d6fe-4fab-8c12-8ff9c187ddf7_1200x630.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!nJeO!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F57938da2-d6fe-4fab-8c12-8ff9c187ddf7_1200x630.jpeg 848w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Foto von <a href="https://www.pexels.com/photo/silhouette-photo-of-person-under-starry-sky-3344325/">Shovit chettri</a> auf Pexels</figcaption></figure></div><p>Es ist der Sommer 1999, ich bin 13 Jahre alt. Meine Welt ist in Ordnung. Doch sie wird nahezu durchgehend von Aufregung erfasst. Selbst die Erwachsenen sind ganz aus dem H&#228;uschen. Sogar in der Schule k&#246;nnen die Lehrer normalen Unterricht kaum noch durchziehen. Es werden Stunden darauf verwendet, zu erkl&#228;ren, aus welchem Grund sie alle aufgeregt sind.</p><p>Die Rede ist von der Sonnenfinsternis am 11. August.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a></p><p>&#220;berall gab es diese Sonnenfinsternis-Brillen aus Pappe mit silbrigen Folien. An der Kasse beim Supermarkt, in Zeitungen, ja sogar in Fernsehzeitungen, die damals noch mehr Relevanz hatten. Gef&#252;hlt gab es diese Brillen &#252;berall dazu, als w&#228;ren die wenigen Minuten, in denen sie getragen werden, die idealen Werbetafeln. Es gab keine Chance, dem Thema Sonnenfinsternis nicht zu begegnen. Aus meiner kindlichen Erinnerung war dieses Vorspiel zur eigentlichen Sonnenfinsternis wochenlang zu beobachten.</p><p>Es war ein Jahrhundertereignis, denn eine totale Sonnenfinsternis w&#252;rde erst wieder in <strong>82 Jahren</strong> auf deutschem Boden zu sehen sein. Die letzte etwa 110 Jahre davor. <em>Der Hype war real. </em></p><p>Also stand ich mit meinen Eltern zur genannten Zeit im Garten. Wir drei mit unseren Pappbrillen, mein bester Freund daneben mit der f&#252;r ihn viel zu gro&#223;en Schwei&#223;ermaske seines Vaters. Wir bemerkten, wie die Temperatur um uns herum sp&#252;rbar abfiel und das Licht langsam in ein Zwielicht wechselte. Wie typisch f&#252;r Hamburg war der Himmel wolkenverhangen, sodass wir nur immer wieder mal einen Blick auf dieses Ereignis erhaschen konnten.</p><p>Mein Freund und ich waren in erster Linie eins: entt&#228;uscht. </p><p>Meinem kindlichen Ich war nicht klar, dass die totale Sonnenfinsternis nicht von &#252;berall auf der Welt gleich gesehen werden konnte. S&#252;ddeutschland lag vorn. Wir in Hamburg mussten mit etwa <strong>90</strong> % Beschattung auskommen, ein paar Prozent mehr als angek&#252;ndigt.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-2" href="#footnote-2" target="_self">2</a> Was immer noch ein spektakul&#228;res Ereignis ist, f&#252;r uns Kinder jedoch entt&#228;uschend.</p><p>27 Jahre sp&#228;ter tritt das Ph&#228;nomen der Sonnenfinsternis erneut auf. Heute Abend, an dem Tag, an dem dieser Text erscheint, wird sich die Sonne erneut verdunkeln. Dieses Mal wird nirgendwo in Deutschland eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein. Es gibt keinen Hype. Das Thema findet seine Nische in den Medien, doch das war&#8217;s. Bis <strong>90</strong> % Sonnenbedeckung durch den Mond ist nicht mehr genug, um uns aus der Reserve zu locken. Ein astronomisches Schauspiel ist entzaubert.</p><p>Trotzdem arbeitet es in mir, seit ich mitbekommen habe, dass diese Sonnenfinsternis ansteht. Im Speziellen die Frage, wie sehr wir die Wahrnehmung der Welt &#252;ber die Jahrhunderte ver&#228;ndert haben. Die Sonnenfinsternis von 1999, sie war besonders und einzigartig. F&#252;r viele Menschen ergreifend. Doch wir wussten Wochen im Voraus, was da passieren w&#252;rde. Wie muss es in den Jahrhunderten davor gewesen sein? </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><div><hr></div><p>Thales von Milet soll als griechischer Mathematiker und Philosoph bereits im Jahr <strong>585 vor der Zeitenwende</strong> eine Sonnenfinsternis vorhergesagt haben. Angeblich teilte er dieses Wissen mit den Lydiern, die im Krieg mit den Medern waren. Als die Sonne sich verdunkelte, sahen Letztere es als b&#246;ses Zeichen und gaben auf.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-3" href="#footnote-3" target="_self">3</a></p><p>Sollte Thales von Milet wirklich bereits diese F&#228;higkeit gehabt haben? Die Menschheit entwickelt das Wissen um die Berechnung der Sonnenfinsternis extrem langsam. Der Grieche Ptolem&#228;us schrieb etwa <strong>150 Jahre nach der Zeitenwende</strong> als erster Methoden zur &#8222;Finsternisberechnung&#8220; auf. Wir wissen nicht, ob die Geschichte Thales im Nachgang zugeschrieben wurde, doch es ist unwahrscheinlich, dass er diese F&#228;higkeit hatte. Was diese Zuschreibung jedoch eindr&#252;cklich zeigt, ist, dass Informationen und Verst&#228;ndnis von der Welt eine gro&#223;e Macht haben.</p><p>Diese Macht war, wie anderes Wissen zu der Zeit, ausschlie&#223;lich einem kleinen Kreis zug&#228;nglich. Es dauerte rund <strong>900 Jahre</strong> und einen Umweg &#252;ber die arabische Welt, bis M&#246;nche seine Methoden in westlichen Kl&#246;stern &#252;bersetzten.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-4" href="#footnote-4" target="_self">4</a> Der Kreis der Eingeweihten stieg nur marginal. Wissen war zu dieser Zeit in Westeuropa eng mit der Kirche verbunden, die damit auch die Deutungshoheit &#252;ber alles Wissen besa&#223;. Aus anderen historischen Geschichten kennen wir, dass die Kirche gerne alle Zeichen in ihrem Sinne genutzt hat. Hatten die Menschen also Angst und deuteten die Finsternis am Tage als schlechtes Zeichen, dann war das Willkommen. </p><blockquote><p>Ihr habt ges&#252;ndigt, Gott warnt euch!</p></blockquote><p>Erst <strong>300 Jahre</strong> nach den M&#246;nchen bricht sich diese Deutungshoheit ein St&#252;ck weit. Aus meiner modernen Perspektive wirkt es geradezu unglaublich, dass Menschen vor diesem Schauspiel erzitterten, statt fasziniert in den Himmel zu starren. Besonders, nach Gutenbergs Erfindung der Druckerpresse und der damit schnelleren Verbreitung von Wissen. </p><p>Vermutlich hattest du auch schon mal so einen Jahreskalender in der Hand. Ist dir aufgefallen, dass dort auch die Mondphasen eingedruckt sind? </p><p>Das begann bereits 20 Jahre nach der Erfindung des Buchdruckes. Regiomontanus druckte <strong>1474</strong> deutsche und lateinische Kalender, die sogar ein Finsternisverzeichnis enthielten.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-5" href="#footnote-5" target="_self">5</a> Zugang hatte jedoch nur eine gebildete Ober- bzw. Kaufmannsschicht, da die moderne Technik zwar g&#252;nstiger war als die handgeschriebenen Kopien, jedoch f&#252;r den Durchschnittsmenschen immer noch unbezahlbar.</p><p>Selbst als <strong>1654</strong> in Jena die Sonnenfinsternis erstmals wissenschaftlich vorherberechnet und in einer Flugschrift verbreitet wird<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-6" href="#footnote-6" target="_self">6</a>, &#228;ndert das wenig: Prediger deuten die Zeichen am Himmel weiterhin als Strafe Gottes, ein halbes Jahrhundert sp&#228;ter sogar als politisches Vorzeichen f&#252;r den Untergang des Sonnenk&#246;nigs Ludwig XIV.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-7" href="#footnote-7" target="_self">7</a></p><p>Die Weltuntergangsangst verschwindet erst <strong>1842</strong>, als die Informationen durch die Zeitungen breit und g&#252;nstig den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern verf&#252;gbar werden. <a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-8" href="#footnote-8" target="_self">8</a>Erst jetzt ist es m&#246;glich, dass wir in die Richtung des Event-Charakters gehen, den wir von 1999 kennen. Die Angst in der breiten Masse ist endg&#252;ltig abgelegt.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><div><hr></div><p>Heute kann ich auf Webseiten exakte Vorherberechnungen f&#252;r alle Orte sehen. Livestreams machen es mir m&#246;glich, das Ereignis nicht nur in Hamburg, sondern auch die Totalit&#228;t in Spanien zu sehen.</p><p>Die F&#252;lle an Informationen, die in unser kollektives Wissen &#252;ber die Zeit eingesickert sind, hat uns die Angst genommen. Das Schauspiel wurde entmystifiziert, ohne f&#252;r mich etwas von seiner Magie zu verlieren. Das beruhigt mich. Informationen erm&#246;glichen uns Menschen, jedoch mir im Besonderen, ein Gef&#252;hl von Kontrolle zu entwickeln.</p><p>Doch hat die Schnelligkeit im heutigen Live-Ticker/Breaking-Journalismus auch ein Risiko. Das habe ich w&#228;hrend der Corona-Krise gemerkt. Hier studierte ich jeden Live-Ticker, st&#228;ndige Inzidenzzahlen. Dabei kann ich auf diese keinen Einfluss nehmen. Es war f&#252;r mich letztlich auch egal, wie viele Infizierte mein Landkreis hatte. Wichtig war es, die neuen Informationen zu Impfungen oder Empfehlungen zu Schutzma&#223;nahmen mitzubekommen, doch h&#228;tte hier eine <strong>normale Nachricht </strong>gereicht. Und trotzdem, je l&#228;nger wir in der Situation steckten, umso st&#228;rker legten sich die Live-Ticker-Zahlen wie ein dunkler Schatten &#252;ber mein Gem&#252;t.</p><p>Die akute Phase der Krise ist nun bereits l&#228;nger vorbei. Das Symptom bleibt. Die mediale Vernetzung, die ein informationeller Segen f&#252;r die Menschheit sein sollte, wird zum m&#246;glichen Fluch. Die Konkurrenz und die notwendige Geschwindigkeit, um m&#246;glichst Erster im &#220;berbringen von egal wie banalen Informationen zu sein, zwingen Journalisten zu verk&#252;rzten Wegen. Als Folge daraus ergeben sich auch Opfer wie eine gute Recherche. Und auch wenn Kriege und Leid auf der Welt selbstverst&#228;ndlich nicht banal sind, was kann ich an meinem Leben in diesem Moment &#228;ndern, wenn mir per Breaking News auf mein Smartphone gepusht wird, dass die Vereinigten Staaten den Iran angreifen? </p><p>Diese Pushmeldungen habe ich auf meinem Smartphone bewusst ausgeschaltet. Seit Corona habe ich festgestellt, dass ich das Prinzip der Wochenzeitungen mag, denn sie zeigen nur, was &#252;brig bleibt, nachdem der Filter der Woche auf die Nachrichten gewirkt hat. Leider komme ich trotzdem nicht an den Breaking News vorbei. Smarte Werbedisplays in den Stra&#223;en, in den St&#228;dten, in Fenstern von Kiosken und im &#246;ffentlichen Nahverkehr zeigen mittlerweile auch Nachrichten und spielen mit im Spiel um die neueste Information. Und ich stehe da, mag der Tag noch so gut gewesen sein, und es bewegt sich etwas in mir.</p><p><strong>F&#252;r wenige Minuten legt sich Dunkelheit &#252;ber meine Welt.</strong></p><p></p><div class="pullquote"><p>Damals stupste man die Person neben sich an und zeigte in den Himmel. <br>Heute reicht ein Klick: Wenn dich dieser Text gepackt hat, restacke ihn.<br> Der selbe Reflex, nur eine Sonnenfinsternis sp&#228;ter.</p></div><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">F&#252;r ein bisschen mehr Licht in deinem Postfach.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p>Wikipedia zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_11._August_1999">Sonnenfinsternis vom 11. August 1999</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-2" href="#footnote-anchor-2" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">2</a><div class="footnote-content"><p>Die <a href="https://www.kmoos.com/html/eclipse.html">Seite vom Hamburger Karsten Moos</a> ist seit 1999 unber&#252;hrt Online, hier gibt es einige Bilder zur Sonnenfinsternis aus Hamburg. Er warnt stellenweise vor den gro&#223;en Bilddateien um 300 KB pro St&#252;ck. </p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-3" href="#footnote-anchor-3" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">3</a><div class="footnote-content"><p>Max-Planck-Gesellschaft: <a href="https://www.mpg.de/sonnenfinsternis-2015/geschichte">Wenn der Drache die Sonne verschluckt</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-4" href="#footnote-anchor-4" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">4</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://etheritage.ethz.ch/2009/10/23/claudius-ptolemaeus-almagest-venedig-1515/">Claudius Ptolem&#228;us: Almagest</a>, ETH Z&#252;rich</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-5" href="#footnote-anchor-5" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">5</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.spektrum.de/wissen/regiomontanus-1436-1476/1295816">Der Mathematische Monatskalender: Regiomontanus bei Spektrum.de</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-6" href="#footnote-anchor-6" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">6</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.erhard-weigel-gesellschaft.de/sonnenfinsternis-august-1654/">Sonnenfinsternis August 1654 bei der Erhard Weigel Gesellschaft</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-7" href="#footnote-anchor-7" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">7</a><div class="footnote-content"><p>Wikipedia zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_12._Mai_1706">Sonnenfinsternis 12. Mai 1706</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-8" href="#footnote-anchor-8" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">8</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://journalistikon.de/geschichte-der-zeitung/">Geschichte der Zeitung</a> auf Journalistikon</p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Und dann erreichen sie, was sie wollten]]></title><description><![CDATA[Ich bin w&#252;tend &#8211; und deshalb ungewohnt kurz. &#220;ber Angst, Zahlen und die Frage, was uns eigentlich zusammenh&#228;lt.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/und-dann-erreichen-sie-was-sie-wollten</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/und-dann-erreichen-sie-was-sie-wollten</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 29 Jul 2026 05:02:12 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!9oL8!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4061fc5-2fa4-4d06-a3fe-5e1ebe571cf0_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Wei&#223;t du <strong></strong>, eigentlich sollte hier heute ein anderer Text stehen, aber ich bin einfach unfassbar w&#252;tend. Ich habe oft gedacht, dass ich es jetzt schaffe, Dinge, die ich nicht &#228;ndern kann, gelassener hinzunehmen. Doch ich kann es einfach nicht. Die Welt, wie sie aktuell funktioniert. Sie reibt mich auf.</p><p>Und deswegen muss ich hier einen Text schreiben, der etwas anders ist als sonst. Ich versuche, meine Wut, wie es meine Art ist, zu kontrollieren. Dabei helfen mir Zahlen. Daf&#252;r wird dieser Text zu diesem schweren Thema kurz.</p><p>Der j&#252;ngste Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day in Berlin betrifft mich nicht direkt. Ich bin weder in Berlin, noch kenne ich jemanden, der betroffen war, noch bin ich selbst Teil der LGBTQ+-Community. Und trotzdem betrifft er mich. Denn wenn Menschen auf diese Weise sterben, ist das kein Unfall, kein technischer Defekt. Da hat sich ein Mensch entschieden, anderen Menschen das Leben zu nehmen, und bis auf die Eingrenzung der Gruppe war ihm egal, wen er da trifft. Das ist furchtbar und es gibt nichts, was diesen Verlust ersetzen kann. Auch dass er bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde, bringt keine Wiedergutmachung. Ein Mensch ist gestorben und viele weitere sind verletzt, mehrere schwer. Verletzungen heilen, Narben bleiben, Tote kehren nie zur&#252;ck.</p><p>Wir k&#246;nnen ihn nicht mehr fragen, was ihn an der Existenz dieser Menschengruppe so gekr&#228;nkt hat. W&#228;hrend die polizeilichen Ermittlungen beginnen, l&#228;uft die Maschinerie in den sozialen und den traditionellen Medien an. Der Bild-Kommentar fragt &#8222;was uns unsere Freiheit wert ist&#8221;.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a> Die Journalistin <span class="mention-wrap" data-attrs="{&quot;name&quot;:&quot;Laura Fr&#246;hlich&quot;,&quot;id&quot;:531841732,&quot;type&quot;:&quot;user&quot;,&quot;url&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/978fa4d6-982a-404f-88a7-0fef8b34357d_1080x1080.png&quot;,&quot;uuid&quot;:&quot;58ac85c7-e0de-4058-a0de-b01fbe67865f&quot;}" data-component-name="MentionToDOM"></span> stellt hier auf Substack eine bessere Frage: </p><p style="text-align: center;"><mark data-color="#fff2cc" style="background-color: rgb(255, 242, 204); color: rgb(0, 0, 0);">Was h&#228;lt eine offene Gesellschaft eigentlich zusammen?</mark><a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-2" href="#footnote-2" target="_self">2</a></p><p>Sie schreibt in ihrem Text von Vertrauen. Den stillen Vertrag, den Menschen in einer Gesellschaft eingehen, wenn sie sich im &#246;ffentlichen Raum bewegen. Mit diesen Gedanken m&#252;ssen wir uns noch einmal in Erinnerung rufen, was das oberste Ziel von Terrorismus ist.</p><p>Einem F&#252;nfj&#228;hrigen w&#252;rde ich Terrorismus in etwa so erkl&#228;ren: Terrorismus ist, wenn jemand ganz vielen Menschen Angst machen will, damit sich alle f&#252;rchten, so wie ein Monster, das laut br&#252;llt, damit sich niemand mehr traut, etwas dagegen zu sagen.</p><p>Und mein erwachsenes Ich wei&#223;, dass dieses Ziel dadurch erreicht wird, dass Terrororganisationen m&#246;glichst unvorhersehbar Menschen hinterh&#228;ltig ermorden oder verletzen. Sie st&#246;ren den stillen Vertrag, den Vertrauensvorschuss, den wir uns geben.</p><p>Das Bundeskriminalamt z&#228;hlt zwischen 2011 und 2025 sechzehn vollendete islamistisch motivierte Anschl&#228;ge in Deutschland.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-3" href="#footnote-3" target="_self">3</a> Der Anschlag in Berlin ist der erste in diesem Jahr. Dem stehen rund f&#252;nfundzwanzig Anschlagsvorhaben gegen&#252;ber, die die Sicherheitsbeh&#246;rden nach eigenen Angaben verhindert haben.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-4" href="#footnote-4" target="_self">4</a></p><p>Das sind unbestritten zu viele Taten. Doch was diese Statistik ebenso zeigt, ist, dass unsere Polizei mit den Mitteln bereits Erfolge erzielen kann. </p><p>Denn dieser Mann war den Beh&#246;rden bekannt. Im Mai hatte ihn ein Gericht verurteilt, weil er sich dem IS anschlie&#223;en wollte; der Haftbefehl wurde aufgehoben<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-5" href="#footnote-5" target="_self">5</a>. Trotzdem tritt einen Tag sp&#228;ter bereits die Polizeigewerkschaft auf den Plan und fordert weitreichende Einschr&#228;nkungen unserer Freiheit, die auch durch den Datenschutz gew&#228;hrleistet wird.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-6" href="#footnote-6" target="_self">6</a>  Im selben Artikel meldet sich der CDU-Politiker G&#252;nter Krings zu Wort. Er stellt einen Vorbehalt voran: Sollten sich die Anzeichen best&#228;tigen, unterstreiche der Anschlag &#8222;die hohe Gef&#228;hrlichkeit des islamistischen Terrors in Deutschland". Und liefert den Forderungskatalog gleich mit. Dabei braucht es keine neuen Werkzeuge f&#252;r eine Polizei, die die Gef&#228;hrlichen bereits kennt, sondern konsequentes Handeln mit denen, die wir haben.</p><p>Ich wiederhole: <em>Jedes. Opfer. Ist. Eines. Zu. Viel.</em></p><p>Und trotzdem lohnt der Blick auf ein Risiko, das wir jeden Tag eingehen, ohne dar&#252;ber zu sprechen. Im Jahr 2025 sind im Stra&#223;enverkehr 170 Menschen get&#246;tet und 17.900 Menschen verletzt worden bei Unf&#228;llen, an denen mindestens eine alkoholisierte Person beteiligt war. Die Zahl der Verkehrstoten insgesamt in Deutschland ist so hoch, dass ich es mal so ausdr&#252;cken m&#246;chte: acht Menschen pro Tag.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-7" href="#footnote-7" target="_self">7</a></p><p>Das sind Menschen, die genauso wie die Opfer des Anschlages in Berlin eine L&#252;cke im Leben von Eltern, Geschwistern, Liebenden und Freunden hinterlassen. Die morgens die T&#252;r hinter sich zugezogen haben, ohne zu wissen, dass sie sie niemals wieder &#246;ffnen werden. </p><p>Niemand, der ins Auto steigt, tut es in der Absicht zu t&#246;ten. Das ist der Unterschied zu Berlin, und er ist erheblich. Aber acht Tote am Tag l&#246;sen keine Pressekonferenz aus, keine Gewerkschaftsforderung, keinen Gesetzentwurf binnen vierundzwanzig Stunden. Wir haben uns entschieden, dieses Risiko zu tragen, weil wir das Auto nicht aufgeben wollen. </p><p>Die Frage in der Bild tr&#228;gt die Forderung nach mehr Ma&#223;nahmen und M&#246;glichkeiten der Polizei implizit in sich. Forderungen der Polizei, aber auch die von Politikern, die fertige Gesetzespakete an unabgeschlossene Ermittlungen h&#228;ngen, sind Wasser auf die M&#252;hlen der Angst.</p><p style="text-align: center;"><mark data-color="rgb(255, 242, 204)" style="background-color: rgb(255, 242, 204); color: rgb(0, 0, 0);">Was h&#228;lt eine offene Gesellschaft eigentlich zusammen?</mark></p><p>F&#252;r mich ist es der gemeinsame Glaube, nicht an einen gemeinsamen Gott, sondern an eine gemeinsame Welt, in der wir in allen Farben leben.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!9oL8!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4061fc5-2fa4-4d06-a3fe-5e1ebe571cf0_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Bild von <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/36223345/">Peter Dyllong</a> auf Pexels.com</figcaption></figure></div><p><em>Wenn wir jedoch unsere eigene Freiheit im &#220;berma&#223; beschneiden. Wenn wir anfangen Menschen anderer Herkunft oder anderer Religion pauschal zu misstrauen</em>. Dann bekommen die T&#228;ter, seien es organisierte oder einzelne, genau das, was sie wollen. Sie s&#228;en Angst und Zweifel und wir beginnen selbst, unsere Gesellschaft zu zersetzen.</p><p>Das d&#252;rfen wir nicht zulassen. </p><p>Wir sollten das Gegenteil tun und den Christopher Street Day noch lauter feiern, an seine Geschichte erinnern, an die Geschichte der Stonewall-Aufst&#228;nde und daran, dass die Gewalt gegen diese Community immer noch kein Ende genommen hat.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">F&#252;r Texte, die genau hinschauen, statt nur laut zu sein.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="callout-block" data-callout="true"><p style="text-align: center;"><em>Wenn du nach diesem Text etwas tun m&#246;chtest: <br>LSVD+ unterst&#252;tzt Betroffene queerfeindlicher Gewalt, auch &#252;ber den Anschlag in Berlin hinaus, und tr&#228;gt mit seiner langj&#228;hrigen Arbeit zur Aufkl&#228;rung bei.<br></em><br><a href="https://www.lsvd.de/de/">https://www.lsvd.de/de/</a></p></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.bild.de/politik/meinung-kommentare-kolumnen/kommentar-von-peter-tiede-was-ist-uns-unsere-freiheit-wert-6a65f38a12a8d0c8b62bb5ad">Bild Kommentar von Peter Tiede</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-2" href="#footnote-anchor-2" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">2</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://substack.com/home/post/p-208566712">Laura Fr&#246;hlichs Text zum CSD 2026</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-3" href="#footnote-anchor-3" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">3</a><div class="footnote-content"><p><a href="http://mediendienst-integration.de/extremismus/extremistischer-islamismus/islamistische-anschlaege-in-deutschland/">Islamistische Anschl&#228;ge in Deutschland</a> auf  Mediendienst Integration</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-4" href="#footnote-anchor-4" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">4</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.bka.de/DE/DasBKA/OrganisationAufbau/Fachabteilungen/IslamistischmotivierterTerrorismusExtremismus/IslamistischmotivierterTerrorismusExtremismus.html">BKA zu den Zahlen verhinderter Anschlagsversuche</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-5" href="#footnote-anchor-5" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">5</a><div class="footnote-content"><p><a href="http://zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/csd-terroranschlag-abdul-ballout-100.html">ZDF zum CSD Terror-Anschlag</a></p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-6" href="#footnote-anchor-6" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">6</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/attacke-am-rande-des-csd-csd-angriff-ruf-nach-hoheren-strafen-fur-junge-islamisten-15882447.html">Tagesspiegel &#8220;Attacke am Rande des CSD&#8221;</a> am Tag der Verlinkung ohne Paywall</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-7" href="#footnote-anchor-7" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">7</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_238_46241.html">Verkehrsstatistik 2025</a></p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Superman wäre das nicht passiert]]></title><description><![CDATA[383 Millionen Bewertungen. Ein Muster. Und die Frage, ob ich selbst Teil des Problems bin.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/superman-waere-das-nicht-passiert-gender-bias-kino-bewertungen</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/superman-waere-das-nicht-passiert-gender-bias-kino-bewertungen</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 15 Jul 2026 05:08:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/e4551ae8-51e9-43e2-8cb3-165a82a2d674_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Meiner Mutter war immer wichtig, dass ich lese. So sehr, dass sogar mein Vater sich &#252;berwunden hat und mir als kleinem Jungen vorlas. Ich w&#252;rde sagen: Mission gegl&#252;ckt. Heute lese ich nicht nur gerne, ich schreibe sogar, auch hier f&#252;r mich und f&#252;r euch. </p><p>Eine Faszination k&#246;nnte jedoch fast noch gr&#246;&#223;er sein: die f&#252;r bewegte Bilder. </p><p>Das habe ich meinem Vat&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/superman-waere-das-nicht-passiert-gender-bias-kino-bewertungen">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die längsten zwei Minuten]]></title><description><![CDATA[Eine Szene in der U-Bahn, ein Moment des Z&#246;gerns. Ein Essay &#252;ber Zivilcourage und das, was zwischen Fremden passieren kann.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/vor-aller-augen-zivilcourage-u-bahn-hamburg-freudentraenen-alltag</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/vor-aller-augen-zivilcourage-u-bahn-hamburg-freudentraenen-alltag</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 01 Jul 2026 05:12:07 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/50ea48c7-3e21-4c09-93c6-5a42e86daf0d_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr diese sonderbaren Menschen, die eine Lieblings-U-Bahn-Linie haben? Ich bin einer von ihnen. Bei mir ist es die U1. Die blaue Linie verbindet mich seit Kindertagen mit der bunten Stadtwelt. Fr&#252;her brachte sie mich von einem der Vororte Hamburgs in die Stadt, heute geht es in die andere Richtung zu meinen Eltern. Mittlerweile genie&#223;e ich solche &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/vor-aller-augen-zivilcourage-u-bahn-hamburg-freudentraenen-alltag">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Abwesende Freunde]]></title><description><![CDATA[Wurde Goethe schon geghostet? &#220;ber das seltsame Verschwinden von Freunden &#8211; und was das wirklich bedeutet.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/abwesende-freunde-ghosting-freundschaft-warum-freunde-verschwinden</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/abwesende-freunde-ghosting-freundschaft-warum-freunde-verschwinden</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 05:12:26 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/f3fc8c63-9360-4534-8fe4-df6f894ed8aa_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<blockquote><h4>An manchen Tagen sitze ich da und frage mich: Wo sind denn alle? </h4></blockquote><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PTxE!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PTxE!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PTxE!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PTxE!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg 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data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/a7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:971,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:7585814,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/i/200353878?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa7c3411f-6486-4513-887a-6c44dc5d8925_5472x3648.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/stephaniealbert-8562402/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3418515">Stephanie Albert</a> auf Pixabay</figcaption></figure></div><p>Es gibt einige Dinge auf der Welt, die ich nicht verstehe. Ghosting ist eines davon. Eigentlich bekannt aus der Dating-Welt. Der spontane, vollst&#228;ndige Kontaktabbruch. Dabei geht mir eine Frage durch den Kopf: Wurde Goethe vielleicht schon geghostet?</p><p>Ich&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/abwesende-freunde-ghosting-freundschaft-warum-freunde-verschwinden">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die Rentner-Stempelkarte]]></title><description><![CDATA[Was wir genie&#223;en und was wir zugeben &#8211; das ist manchmal nicht dasselbe. Ein Essay &#252;ber eine L&#252;cke, die wir alle kennen.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-rentner-stempelkarte</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-rentner-stempelkarte</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 03 Jun 2026 05:34:30 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/56bfae85-69fb-4bbb-a533-1bac0d982090_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Woran denkst du, wenn ich dich frage, ob wir an diesem Mittwoch etwas Verr&#252;cktes machen wollen? <br>Vielleicht an Nacktbaden am See?  Oder an Bungee-Jumping?</p><p>Eine gute Stunde sp&#228;ter sitzen wir am Wasser. Die Sonne glitzert auf der Oberfl&#228;che der Elbe. Wir sind beide bereit f&#252;r das, was jetzt passieren wird.<br>Der Wind l&#228;sst f&#252;r einen Moment nach und in deiner N&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-rentner-stempelkarte">
              Read more
          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[St. Pauli ist die einzige Möglichkeit]]></title><description><![CDATA[Eine Liebeserkl&#228;rung in 1910 Worten]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/st-paul-ist-die-einzige-moglichkeit</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/st-paul-ist-die-einzige-moglichkeit</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 20 May 2026 05:34:36 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5BOV!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3770fdb5-71e1-41e9-9dbd-5dbfd8fb6845_1600x1066.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe diesen Text einen Spieltag vor Saisonende. Wenn der Text erschienen ist, dann liegt das Endspiel in Wolfsburg hinter uns. Der Verein kann abgestiegen sein oder in der Relegation um den Klassenerhalt weiterk&#228;mpfen d&#252;rfen. Den Text schreibe ich jetzt, weil der Ausgang der Saison f&#252;r ihn nicht egaler sein k&#246;nnte. <br>Doch, ein Schritt nach dem and&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/st-paul-ist-die-einzige-moglichkeit">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ich war niemand, bis ich die Maske aufsetzte]]></title><description><![CDATA[Schlechter Schlaf, verlorene Energie und die sp&#228;te Erkenntnis, dass ich aufgeh&#246;rt hatte, ich selbst zu sein.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ich-war-niemand-bis-ich-die-maske</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ich-war-niemand-bis-ich-die-maske</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 06 May 2026 05:34:48 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vVgI!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0622bf73-0abc-4a7b-8cf1-dea85a52ef63_1536x1024.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Ich war der m&#252;deste Mensch der Welt, so etwas gibt es eben. Immerhin gibt es unglaublich viele Gr&#252;nde, warum man m&#252;de sein kann, und das, obwohl man schl&#228;ft. Falsche Ern&#228;hrung, zu wenig Bewegung, schlechte Raumluft, komisches Wetter, irgendwas eingefangen&nbsp;&#8211; aber auch &#220;bergewicht kann m&#252;de machen. Irgendwann hatte ich mich daran gew&#246;hnt, m&#252;de zu sein, un&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ich-war-niemand-bis-ich-die-maske">
              Read more
          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Lass es sein]]></title><description><![CDATA[Wie ein einziger Satz eine Stimme zum Schweigen brachte]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/lass-es-sein</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/lass-es-sein</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:17:46 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!DCYg!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F9725b611-bd3a-491d-9848-2c04f9e7f09c_1536x1024.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2005 habe ich meinen Abschluss an der Oberstufe gemacht, doch drei Jahre zuvor fand ein ganz anderer H&#246;hepunkt in meinem Leben statt: der Abschluss der Mittelstufe mit der zehnten Klasse und damit die Abschlussfeier, auf der ich meinen bisher einzigen Auftritt vor gr&#246;&#223;erem Publikum hatte.</p><p>Eines Tages in der Mittelstufe kam ein neuer Lehrer an die&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/lass-es-sein">
              Read more
          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Symbol der Freiheit]]></title><description><![CDATA[Unabh&#228;ngigkeit wird aus Metall und Plastik gemacht]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-symbol-der-freiheit</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-symbol-der-freiheit</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 08 Apr 2026 05:32:37 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BnYd!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff3388e3e-918a-4460-8daa-32391534832b_1654x1181.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Mein erstes motorisiertes Gef&#228;hrt kaufte ich mit sechzehn Jahren. Eine Vespa ET2 in Schwarz mit braunen Sitzen. Ein gro&#223;artiges Ding. Nicht nur, weil sie noch f&#252;nf&nbsp;km/h schneller war, als die neue 45-km/h-Beschr&#228;nkung es zulie&#223;, sondern weil ich mich dadurch wie ein Rebell f&#252;hlte. Dabei kam ich zum Roller aus ganz erwachsenen Gr&#252;nden. Er sollte mich sch&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-symbol-der-freiheit">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein zufälliger Akt der Freundlichkeit]]></title><description><![CDATA[Was Fremde uns sagen, wenn wir zuh&#246;ren]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ein-zufalliger-akt-der-freundlichkeit</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ein-zufalliger-akt-der-freundlichkeit</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:31:53 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!foN3!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F88f98b92-8a0c-429d-82af-9abd857820f0_1326x872.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht allzu langer Zeit waren meine Partnerin und ich im gro&#223;en Einkaufszentrum im Hamburger Alstertal unterwegs. Wir hatten vor, einige Geschenke zu besorgen, und das macht man am besten nicht mit leerem Magen. Wir a&#223;en in einer ungew&#246;hnlich netten Sitzecke im Innenbereich, nahe der Rolltreppen. Keine Stelle, an der man eine Insel erwarten w&#252;rde. D&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/ein-zufalliger-akt-der-freundlichkeit">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die Welt ist eine Scheibe]]></title><description><![CDATA[Life has Surface Noise. Eine Liebeserkl&#228;rung]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-welt-ist-eine-scheibe</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-welt-ist-eine-scheibe</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 25 Mar 2026 06:30:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!yxMf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0acd7950-6f64-4f01-acc9-0b0e033dfa57_1536x1024.heic" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Portugiese Ferdinand Magellan hat im Jahr 1520 bewiesen, dass die Erde eine Kugel und somit nicht flach ist. Und trotzdem ist f&#252;r mich auch heute noch die Welt eine Scheibe, wenn auch nicht so, wie man es erwarten w&#252;rde.</p><p>Eine der gro&#223;en Leidenschaften in meinem Leben ist die Musik. Schon fr&#252;h in meiner Jugend entwickelte ich einen Musikgeschmack, der&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/die-welt-ist-eine-scheibe">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das letzte Mal]]></title><description><![CDATA[Warum ich das letzte Glas Whisky monatelang in der Flasche lasse &#8211; und was das &#252;ber das Leben sagt.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-letzte-mal</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-letzte-mal</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Wed, 11 Mar 2026 06:10:01 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Xos_!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd0083fef-41c4-487e-85cd-c0e2ca511a35_1344x756.heic" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Hermann Hesse wusste zu allem etwas zu sagen. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne &#8211; das kennt fast jeder. Aber warum haben wir keine Augen f&#252;r das letzte Mal? Warum hat das letzte Mal eigentlich keinen Zauber f&#252;r uns?</p><p>Wer wei&#223; noch, wann er oder sie zum letzten Mal etwas getan hat? Wann ist man das letzte Mal vom Beckenrand gesprungen und hat eine Arschbo&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://www.dasangebrocheneleben.de/p/das-letzte-mal">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[... und was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Leben?]]></title><description><![CDATA[&#220;ber die Fragen der Lebensmitte &#8211; und warum ein Nobody eigentlich ein Everybody ist.]]></description><link>https://www.dasangebrocheneleben.de/p/und-was-machen-wir-jetzt-mit-dem</link><guid isPermaLink="false">https://www.dasangebrocheneleben.de/p/und-was-machen-wir-jetzt-mit-dem</guid><dc:creator><![CDATA[Kay Puppa]]></dc:creator><pubDate>Sat, 07 Mar 2026 15:11:43 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0qlg!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F7c79cbab-b9a5-4fc5-a691-f0661c1d5f71_256x256.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sonntagmorgen, ich sitze an meinem Schreibtisch neben der Heizung. Typisch Hamburg: Der Oktober sieht bereits etwas grau aus, drau&#223;en ist es k&#252;hl und leicht windig. Wie im Leben wechseln sich an diesem Morgen Regenschauer und warme, goldene Sonnenstrahlen kontinuierlich ab.</p><p>In dem Moment, als ich diese Worte schreibe, ist es nun gut eineinhalb Jahre her, seit ich dieses Projekt gestartet habe, von dem du jetzt den ersten Teil liest. Einige Zeit nach meinem 39. Geburtstag schrieb ich den ersten Text. Ich hatte das Gef&#252;hl, an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ich zwar viele Antworten gefunden hatte &#8211; aber auch verstand, dass die Fragen wohl nie aufh&#246;ren w&#252;rden. N&#228;chstes Jahr werde ich zwanzig Jahre in meinem Beruf arbeiten und allein mit den Gedanken hierzu lie&#223;e sich ein Buch f&#252;llen. Ich habe die Phase des Kindseins, des Teenagers, des jungen Twens hinter mir gelassen und trage sie doch alle immer noch in mir. Es ist noch nicht so weit, dass ich einer der heute sogenannten Best Ager bin und ich bin noch sehr weit weg davon, grau und altersweise zu sein.</p><p>Gerade jetzt komme ich in der Mitte des Lebens an. Zwischen etwa 40 und 55 Jahren erleben die meisten Menschen ihre Midlife-Crisis - und ich beginne zu ahnen, warum. Dabei wird es meinem Gef&#252;hl nach selten darum gehen, seine Familie zu verlassen, um eine zwanzig Jahre j&#252;ngere Frau zu daten. Jeder Mensch stellt sich andere und doch dieselben Fragen.</p><p>Warum wirkten die Menschen, die Mitte drei&#223;ig waren, als ich Anfang zwanzig war, so souver&#228;n? Ich hingegen sitze hier und denke: Ich habe kaum etwas im Griff. Die ersten Altersleiden erscheinen, vielleicht aufgrund meines &#220;bergewichts, ein wenig fr&#252;her, doch unabh&#228;ngig davon frage ich mich:</p><p>Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Leben?</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!F-LR!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg" width="259" height="334.19354838709677" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/053459d1-707d-4a63-bf9e-1d8b8c35832e_1240x1600.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:false,&quot;imageSize&quot;:&quot;normal&quot;,&quot;height&quot;:1600,&quot;width&quot;:1240,&quot;resizeWidth&quot;:259,&quot;bytes&quot;:337134,&quot;alt&quot;:&quot;Gr&#252;ner M&#252;lleimer&nbsp; im Freien, beklebt mit mehreren Stickern. Oben ein wei&#223;er Sticker mit einer illustrierten Figur aus Fr&#252;chten und Brot, beschriftet mit &#8222;Mascha Mind\&quot;. In der Mitte ein gelber runder Sticker mit schwarzer Handschrift: &#8222;&#8230;und was machen wir jetzt mit dem angebrochen Leben?\&quot; Darunter ein kleiner gelber Button mit einer Cartoon-Maus. Im Hintergrund gr&#252;nes Geb&#252;sch.&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://dasangebrocheneleben.substack.com/i/190122178?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd2e2c575-0e3e-4f7f-ac0c-b3eed6181ac1_1240x1600.heic&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:&quot;center&quot;,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="Gr&#252;ner M&#252;lleimer&nbsp; im Freien, beklebt mit mehreren Stickern. 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Das Bild zeigt einen gr&#252;nen M&#252;lleimer im Park, an dem ebendieser Aufkleber befestigt ist. Ich stelle fest, ich liebe die Aufkleberkultur, in der Menschen selbst Aufkleber gestalten und damit humorvoll, ironisch oder ernst die T&#246;ne spielen. Gro&#223;e Kunst, die wir im t&#228;glichen Vorbeigehen &#252;bersehen k&#246;nnten, wie das, was uns im Leben wichtig ist. Jeden Tag laufen wir daran vorbei und sehen es vielleicht nicht mehr, weil es mit der Umgebung verschmolzen oder es uns noch nie bewusst aufgefallen ist.</p><p>Dieser Aufkleber wurde von einem Menschen gestaltet und dann vielleicht bewusst oder unbewusst auf einem M&#252;lleimer angebracht. Ist die Antwort auf die Frage, sollen wir das angebrochene Leben wegwerfen und ein neues anfangen? &#214;kologisch w&#228;re das sicher nicht sinnvoll, ich schmei&#223;e auch nicht den halben Liter Milch weg, nur weil ich noch nicht wei&#223;, was ich damit noch kochen k&#246;nnte.</p><p>Eine andere m&#246;gliche Lesart dieser Frage ist auch: Soll es das jetzt sein? Sieht mein Leben jetzt jeden Tag so aus?</p><p>Was also machen wir jetzt mit dem angebrochenen Leben? Wie finden wir das heraus? Und warum soll es einem helfen, die Gedanken dieses Nobodys zu lesen, der nichts Herausragendes geleistet und keine &#246;ffentliche Anerkennung f&#252;r irgendwas bekommen hat? Der ist ja nicht mal Influencer.</p><p>Nun, zun&#228;chst mal habe ich, genauso wie du, Herausragendes geleistet. Wie bei vielen Menschen ist die Messlatte immer anders, und in beruflichen Dingen, die lange mein pers&#246;nlicher Ma&#223;stab f&#252;r Lebensleistung waren, habe ich wirklich herausragendes geleistet.</p><p>Ein anderer wichtiger Punkt f&#252;r mich ist jedoch, dass der Nobody im Grunde ein Everybody ist. Klar sind wir alle individuelle Gestalten, unsere Lebenslinien verlaufen h&#246;chst unterschiedlich und komplex, doch sind wir uns alle auch &#228;hnlicher, als wir denken. Das lehrt uns die Wissenschaft, aber leider auch unser Konsum und unsere Wirtschaft.</p><p>Warum also nicht mal die Erfahrungen eines anderen Menschen lesen, der nicht &#252;ber seine Grenze hinausgehen musste, um den Everest zu besteigen? Der nicht in ein unbekanntes Amerika aufgebrochen ist und auf sich allein gestellt als Siedler durch das Land an die Westk&#252;ste gezogen ist. Der nicht Bundeskanzler oder CEO war, kein Schauspieler, der den Oscar gewonnen hat, kein Philosoph, der Deutschland w&#246;chentlich im Podcast die Welt erkl&#228;rt.</p><p>Wir Menschen sind die Summe unserer Erfahrungen. Nahezu jede Erfahrung ist einzigartig. Wir alle sehen denselben Hamburger Michel &#8211; aber wir sehen ihn unterschiedlich. Unsere Wahrnehmung ist individuell, gefiltert durch die Brille unseres Lebens.</p><p>Eine weitere F&#228;higkeit macht uns Menschen besonders. Die Empathie. Wir k&#246;nnen uns in andere Menschen hineinversetzen, mit ihnen mitf&#252;hlen und dadurch lernen und von ihren Erfahrungen profitieren.</p><p>Die Frage, wohin es geht, was man mit dem angebrochenen Leben anfangen will, f&#252;hrt zu der Frage, wer ich bin und damit in der Konsequenz zu der Frage, wer ich war. Welchen Weg bin ich hierher gegangen? Welche Erfahrungen pr&#228;gen meine Entscheidungen und mein Handeln? Will ich diesen Weg weiter gehen oder einen neuen beschreiten?</p><p>Nur eine Sache ist sicher: Ich kann nicht zur&#252;ck. Was war, bleibt Teil meiner Geschichte.</p><p>Das alles macht meine Texte h&#246;chst subjektiv, in meinen Augen auch einzigartig. Ich glaube an die Kraft der Diversit&#228;t und gerade darum glaube ich daran, dass meine Gedanken und Erfahrungen in Teilen auch f&#252;r dich, liebe lesende Person, hilfreich sein k&#246;nnen. Und wenn nur um dich zu fragen, wie du eigentlich zu den Themen stehst, welche Erfahrungen du gemacht hast, die dich dahin gebracht haben, wo du jetzt bist. Wir alle k&#246;nnen voneinander lernen. Nur eines steht f&#252;r die Zukunft fest, sie ist der Weg, den wir noch nicht gegangen sind.</p><p>Ich hoffe, dass dich meine Gedanken und Erfahrungen weiterbringen oder zumindest w&#228;hrend der Lekt&#252;re unterhalten. Ich gehe jetzt etwas machen mit meinem angebrochenen Leben.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.dasangebrocheneleben.de/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von &#8222;Das angebrochene Leben&#8220;! Abonnieren kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>